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Kommentarseite zu:

Wahlprogramm DIE LINKE. NRW – Landtagswahl 2010

Empfehlung von Wolfgang Lieb auf den Nachdenkseiten:

Bevor Sie mit verzerrenden Schreckbildern in den Medien konfrontiert werden, lesen Sie lieber einmal selbst nach.

Wahlprogramm DIE LINKE. NRW (PDF-Datei 436,85 KB)

Ja Okay, ist gebongt. Ausgedruckt hab ich den größten Teil schon (jetzt ist mein Druckerpapier alle). Lesen und Verinnerlichen dauert ein bisschen länger. Aber ich werde mir die Zeit nehmen.

Nachtrag: Für Eilige oder Lesefaule, die sich jedoch zumindest mal einen schnellen Überblick über die Absichten und Ziele der LINKEn in NRW verschaffen wollen, gibt’s auch ein Kurzwahlprogramm (PDF-Datei 111,62 KB).

4 Kommentare »

  1. Das Problem ist halt aber leider – wie auch bei allen anderen Parteien – mal wieder, dass Papier eben geduldig ist und das was dann, wenn eine Partei es tatsächlich an die Macht geschafft hat, tatsächlich umgesetzt bzw. gemacht wird, nochmal auf einem ganz anderen Blatt Papier steht. Man denke nur an die SPD, die als sie mit an der Macht beteiligt war eben an vielen Stellen ganz und gar nicht gemacht hat, was sie vorher versprochen und vertreten hat. Ich persönlich befürchte, dass das auch bei der Linken nicht viel anders wäre, womit sie sich im Endeffekt dann eben wieder nicht so viel von anderen Parteien unterscheidet.

    Ich bekomme z.B. im Moment regelmäßig zuviel, wenn ich Steinmeier jetzt “Opposition” machen höre. Verbal lässt sich schön meckern – aber in den vergangenen Jahren, wo die SPD die Möglichkeit gehabt hätte, zu tun, was sie jetzt verlangen, haben sie das nicht getan. Insofern, sind Wahlprogramme schön und gut aber eben in weiten Teilen (leider) nochmal was ganz anderes als die reale Politik.

    Kommentar von Liisa am 23.11.2009 um 14:21
  2. Klar Liisa, jedes Wahlprogramm ist zunächst mal nur eine Ansammlung leerer Worte. Wie vertrauenswürdig eine Partei ist, lässt sich letztendlich nur daran messen, wie treu sie ihren eigenen Worten bleibt, wenn sie die Gelegenheit hat, sie in Realpolitik umzusetzen.
    Allerdings möchte ich persönlich gerne gerade das Programm der LINKEn im Originalwortlaut kennen, bevor es mir von den Mainstream-Medien vorverdaut serviert wird. Denn ich hatte in der Vergangenheit häufig den Eindruck, dass die Medien auf breiter Front nicht gerade fair mit dieser Partei umspringen – sie vielfach noch nicht mal inhaltlich korrekt zitieren.
    Der SPD traue ich auch in der Opposition nicht mehr über den Weg – erst recht nicht mit der aktuellen Mannschaftsaufstellung – egal, was sie sagen. Denn sie haben mein Wählervertrauen in der Vergangenheit mehr als einmal verraten, ebenso wie die Grünen. Aber ist es fair oder sinnvoll, aufgrund dessen der LINKEn von vornherein die gleiche Unaufrichtigkeit und Korruption zu unterstellen? Das würde m.E. in der Konsequenz bedeuten, dass man demokratischen Wahlen (die ja immerhin die einzige Möglichkeit sind, unsere Regierung mitzubestimmen) generell den Rücken kehren muss.

    Kommentar von Iris Bleyer am 23.11.2009 um 15:04
  3. Ich bin mit Dir völlig einer Meinung, dass es vernünftig und angebracht ist, sich die Zeit zu nehmen und selbst die Wahlprogramme anzuschauen anstatt sich darauf zu verlassen, was via Medien “transportiert” und häufig eben auch ideologisch eingefärbt wird.

    Zu Deiner Frage, ob es fair oder sinnvoll ist, der LINKEN von vornherein die gleiche Unaufrichtigkeit und oder Korruption zu unterstellen: vielleicht ja, vielleicht nein. Warum sollte es gerade bei der LINKEN anders sein als in allen anderen Parteien. Es sind doch überall Menschen beteiligt und wo Menschen beteiligt sind, ist nie auszuschließen, dass es auch zu Unaufrichtigkeit und/oder Korruption kommen kann, vor allem wenn es um Macht und Machtfragen geht. Ich gehe nicht automatisch davon aus, aber ich habe es zumindest im Hinterkopf (bei allen Parteien), dass es möglich ist und man deshalb sehr genau hinsehen und hinhören sollte und je mehr je besser ein Wahlprogramm sich anhört.

    Ich glaube allerdings nicht, dass man deswegen demokratischen Wahlen generell den Rücken kehren muss, man sollte sich nur darüber im Klaren sein, dass das was in den Wahlprogrammen steht nicht automatisch auch das ist, was wenigstens in großen Teilen in der Praxis dann tatsächlich getan wird bzw. getan werden kann. Selbst wenn eine Partei wirklich guten Willens und vollkommen aufrichtig wäre, gibt es noch genug Komponenten, die eine tatsächliche Umsetzung blockieren oder verhindern kann – auch darüber muss sich jeder im Klaren sein.

    Kommentar von Liisa am 24.11.2009 um 13:34
  4. [...] Im Gegensatz zur CDU kann man vielleicht der LINKEN eine Absicht unterstellen. Schließlich hat man mit dem Dringlichkeitsprogramm das so kontrovers aufgenommene (und möglicherweise gar nicht so brisante) Wahlprogramm quasi aktualisiert, viele würden sagen: abgeschwächt. Zu finden ist das alte und immer noch gültige (?) Wahlprogramm auf den eigenen Servern. (Nach einem Link von Iris Bleyer) [...]

    Pingback von Versteckt eure Wahlprogramme | Homo Politicus am 22.03.2010 um 14:20

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