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Artikel mit dem Schlagwort ‘Terrorismus’

Der neue (alte) Hass

Das ist es, was ich und viele andere Blogger jetzt schon seit Jahren durchs politisch-inkontinente Netz, aus den braunen Sümpfen der Nation heraufkriechen sehen:

Aber seit Deutschland kaum nach dem 11. September 2001 den Krieg gegen den Terror durch Einführung der Rasterfahndung gegen alle eröffnete, die Bart oder Kopftuch und große muslimische Frömmigkeit zeigen, vollzieht sich der Kurzschluss von Islam zu Terror nicht nur in den Köpfen von Außenseitern. Antisemitismus ist endlich weitgehend geächtet, nun ist Islamhass im Begriff, zur akzeptablen Form des guten alten Rassismus zu werden (…)

Zeit Online: Der neue Hass

Was werdet Ihr antworten, wenn Eure Enkel Euch eines Tages fragen: Wie konnte das geschehen? Warum habt Ihr das nicht verhindert?

Empfehlung: Jürgen Todenhöfers Brief

Frank erzählt auf Citronengras von einem menschenrechtsgläubigen Zeitzeugen, der den selbstgerechten Schmierenkomödianten auf einer der westlichen Propagandabühnen einen Spiegel vorgehalten hat. Die peinlich-überheblichen Weltverbessererdarsteller wird’s wohl kaum kratzen, aber vielleicht regt’s ja ein paar andere aus dem Publikum zum Nachdenken an.

Übrigens, was ich hier immer schon mal schreiben wollte: Der Schlussfolgerung, die Jürgen Todenhöfer auf der Website zu seinem Buch ‘Warum tötest du, Zaid?’ spricht, kann ich nur vollumfänglich zustimmen.

Die Stimme der Vernunft

In der letzten Ausgabe der FAS wurde ein Gespräch zwischen Wolfgang Schäuble und dem Schriftsteller Ralph Giordano veröffentlicht, in dem der Bundesinnenminister ungewohnte Töne zum Thema Integration von Muslimen in Deutschland anschlägt. In seinen Erwiderungen auf Giordanos islamophobe Behauptungen spricht er manches aus, was auch ich für wahr und richtig halte – z.B. Folgendes:

Die Ursachen für die Zuwanderung sind andere: Die Anwerbung von Gastarbeitern aus dem ländlichen Raum der Türkei war eine ausgesprochen egoistische, auf ökonomischen Notwendigkeiten basierende Entscheidung der Bundesrepublik.
(…)
Natürlich darf man die Probleme nicht verschweigen. Aber wenn wir zu viel Furcht schüren, ist das nicht richtig. Wir müssen den Muslimen signalisieren: Wenn ihr euch hier integriert, seid ihr willkommen!
(…)
Und ich sage noch einmal: Die Menschen sind da, wir leben mit ihnen zusammen. Es ist nicht wahr, dass die Frauen in der Türkei alle nur unterdrückt sind. Wir müssen auch die positiven Dinge sehen, dann brauchen wir nicht zu verzweifeln.
(…)
Muslime, die in Deutschland leben, haben das Recht, ihre Religion auszuüben, und damit auch auf eine Moschee.
(…)
Der Islam ist längst ein Teil unseres Landes. Das ist doch unbestreitbar. Und unser Land verändert sich dadurch. Gesellschaften müssen auf Veränderungen flexibel reagieren, um sie erfolgreich zu meistern. Wir sollten jedenfalls klar unterscheiden zwischen den Integrationsproblemen, die wir haben, und den Bedrohungen durch den islamistischen Terrorismus.

Nachdem in mir allerdings noch ganz andere Aussagen Wolfgang Schäubles nachklingen, habe ich mich gefragt, was ich von seiner aktuellen Positionierung halten soll. Und ich muss zugeben: Ich misstraue dieser Stimme der Vernunft noch. Aber in mir keimt dennoch eine leise Hoffnung – nämlich die, dass zumindest dieser Satz nicht geheuchelt war:

Die Deutsche Islamkonferenz hat dazu geführt, dass wir die Vielfalt islamischen Lebens in Deutschland sehen – da habe ich selbst viel dazugelernt.

Nennt mich naiv; ich will dennoch glauben, dass auch Politiker lernfähige Menschen sind.

Übrigens hat Arno Widmann von der FR, in seiner Auswertung dieses Gespräches, auch vieles geschrieben, dem ich mich anschließe – speziell das:

Giordano redet gefährlichen Unsinn.

Aber damit ist der Herr Giordano ja nicht allein. Für solchen “gefährlichen Unsinn” werden in Deutschland mittlerweile andere auch bejubelt und ausgezeichnet. Man kann sagen: Dieser Unsinn ist hierzulande wieder salonfähig geworden.

Neulich in der Bananenrepublik Deutschland

Auch wer auf Abenteuer und Nervenkitzel steht, muss nicht unbedingt in ferne Länder reisen, um auf seine Kosten zu kommen. Da hätten wir hier z.B. das actiongeladene Spezialangebot für frisch vermählte Muslime: Flitterwochen in der Lüneburger Heide

Klare Worte zur Panikmache von Wolfgang Schäuble

Der lawblogger Udo Vetter nahm heute mit selten deutlichen Worten Stellung zum Gespräch von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit der FAS:

Wolfgang Schäuble ist inzwischen offenbar jedes Mittel recht, um uns mit seiner Stasi 2.0 zu beglücken. Auch die kalkulierte Panikmache. Darum handelt es sich bei seinen Worten. Ohne jeden Beleg und offenbar auch ohne konkreten Anlass versetzt er die Menschen in Angst und Schrecken.

Das ist nicht nur widerlich. Sondern auch gefährlich.

Siehe Weltgeschichte.

Diesem Zitat aus dem lawblog habe ich ausnahmsweise nichts mehr hinzuzufügen. Mir fehlen die Worte.

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