Artikel mit dem Schlagwort ‘Solidarität’
Licht und Schatten, eine Zwischenbilanz
Zunächst mal: Solidarität ist was Tolles, Leidenschaft auch! Und das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet ist vielen Bloggern wichtig – wichtig genug, dass sie bereit sind, es gemeinsam zu verteidigen. Das in den letzten Tagen sehen und miterleben zu dürfen, fand ich Klasse!
Doch Vorsicht und ein gesundes Misstrauen wird in der Nachbetrachtung der Ereignisse der letzten Tage auch immer wichtiger. Ein Feuer kann reinigend sein, Energie und Licht spenden, es kann aber auch leicht zu einem zerstörerisch wütenden Flächenbrand werden. Wie jede Medaille hat auch diese zwei Seiten…
Nachtrag:
Felix Schwenzel hat sich auch Gedanken zu dem Thema gemacht – und zwar ganz schön viele, in Anbetracht des m.E. eher dürftigen Aufhängers. Aber naja, macht Euch selbst ein Bild. Ist ja schließlich eine freie Blogosphäre, gelle ;o)?
Tags:Meinungsfreiheit, Solidarität
Iris Bleyer | 01.04.2006 | 06:22 Uhr | Recht im Netz | Kommentieren
Über Transparenz und Verantwortung
Persönliche Anmerkungen zum Artikel In der Mangel der Blogger in der süddeutsche.de:
Lieber Herr Bäumel von der Transparency International – Deutschland e.V., so leicht kann man sich nicht aus der Affäre ziehen, nachdem man erst mal eine juristische Drohkulisse gegen die Meinungsfreiheit im Internet aufgebaut hat. Auch wenn Sie das vermutlich im Moment anders sehen, aber Ihre Organisation ist m.E. völlig zu Recht in die Mangel der Blogger geraten. Wir Blogger sind nämlich Teil dieser Zivilgesellschaft, für deren Transparenz und Partizipation sich Ihr gemeinnütziger Verein angeblich einsetzt.
Einen kritischen Bericht, dessen faktisch richtigen Inhalt Sie offenbar durch Ihre eigene zeitweilig veröffentlichte Pressemitteilung bestätigten, kann man als verantwortungsbewusste, gemeinnützige Institution nicht aus der Welt schaffen, indem man versucht, mit justitiaren Drohbriefen seine Löschung zu erzwingen. Und nachdem dieses Ansinnen, aufgrund des Widerstands der Verfasserin, öffentlicher Proteste und Solidarisierung großer Teile der Blogosphäre, erfolglos blieb, die Autorin des Artikels gegenüber der Presse als Lügnerin darstellen. Wenn das dann auffliegt, kann man sich nicht einfach hinstellen und sagen: “Nichts. Wir machen einfach Nichts.” So geht das nicht!
Daher fordere ich die Transparency Deutschland auf: Übernehmen Sie Verantwortung! Beweisen Sie den Bürgern, die hier im Internet für die Meinungsfreiheit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft eintreten (genau das taten wir Blogger in diesem Fall nämlich), dass Sie sie respektieren und sich ihnen gegenüber verpflichtet fühlen.
Tags:Meinungsfreiheit, Solidarität, Transparency International Deutschland
Iris Bleyer | 29.03.2006 | 16:15 Uhr | Recht im Netz | Kommentieren
Transparency Deutschland, es reicht!
Sie wollen Krieg gegen die Blogosphäre? Einen juristischen Feldzug gegen die Meinungsfreiheit im Internet? Na gut, dann bringen wir uns mal in Stellung:
Wenn Sie glauben, dass ein in Ihrem Interesse agierender Ethikbeauftragter und Justitiar einer arbeitslosen, alleinerziehenden Mutter, durch Androhung einer gerichtlichen Auseinandersetzung, ihre Meinungs- und Redefreiheit nehmen kann, dann rechnen Sie mit unserem erbitterten Widerstand!
Hiermit gebe ich bekannt, dass die Autorin des Blogs gedankenträger nicht nur mit meiner weiteren moralischen und publizistischen, sondern auch mit finanzieller Unterstützung meinerseits rechnen kann, falls es tatsächlich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen ihr und der Transparency International – Deutschland e.V. kommt. Vorsorglich weise ich schon jetzt darauf hin, dass sich an meiner hier bekundeten Solidarität mit der bedrohten Bloggerin auch nichts ändert, wenn der Versuch unternommen werden sollte, sie zu diskreditieren.
Transparency International – Deutschland will ein “gemeinnütziger Verein” sein? Eine Organisation, die in einem Land mit demokratischer Verfassung gegen das international anerkannte Menschenrecht der Meinungsfreiheit vorgeht, ist in meinen Augen alles andere als gemeinnützig. Ein solches Vorgehen halte ich vielmehr für gemeingefährlich. Und sowas lassen wir uns nicht gefallen! Warum ich hier wir schreibe? Nun, deswegen und deswegen:
- An den Justiziar von Transparency Deutschland – Jens Scholz
- Moni löscht nicht – wirres.net
- Sollten da Kosten entstehen – rebellmarkt
- Transparency Deutschland begreift es nicht – BooCompany
- Quatsch: Urheberrecht auf Anwaltsgeschwätz – cheinemanieren
- Solidarität mit Moni – Rainer sacht
- “Gemeinnützig” – strassenkampf.org
- eMail an Transparency – unkreativ
- Moni wehrt sich – Rembrandt’s Malerwerkst.at
- Vom Treiben der richtigen und falschen Säue – Blogs!
- Keep on, Moni! – Meow!
- Ich will kein braver Blogger sein – segert.net weblog
- Transparency Deutschland hält sich nicht an die eigenen ethischen Grundsätze – ronsens
- mehr wie immer bei technorati.com
Tags:Meinungsfreiheit, Solidarität, Transparency International Deutschland
Iris Bleyer | 27.03.2006 | 20:38 Uhr | Recht im Netz | 17 Kommentare