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Artikel mit dem Schlagwort ‘Musik’

Music and me

April hat heute ein musikalisches Stöckchen geschnitzt, das gleichzeitig leicht und schwer zu bearbeiten ist. Leicht, weil es nur aus 4 Fragen besteht; schwer, weil mir auf diese 4 Fragen umso mehr Antworten einfallen, je länger ich darüber nachdenke. Also höre ich jetzt auf mit dem Nachdenken und schreibe nur das hin, was mir als erstes dazu eingefallen ist:

  • Gibt es Oldies, die dir immer noch gefallen?
    Hier wäre für mich erst mal zu klären, was unter einem ‘Oldie’ zu verstehen ist. Wie alt oder populär muss ein Musikstück denn sein, um in diese Sparte zu fallen? Was mich betrifft: Ich mag grundsätzlich gute (echte, kraftvolle, leidenschaftliche) Musik aus allen Zeiten und vielen Genres: Musik, die vor meiner Geburt entstand; Pop- und Rocksongs, die mich seit meiner Jugend begleiten; und es kommen im Laufe der Zeit immer neue Lieblingsstücke dazu. Um nur einige hier zu nennen: Hit The Road Jack! (Ray Charles), Papa Was A Rolling Stone (The Temptations), Nutbush City Limits (Tina Turner), Relax (Frankie Goes To Hollywood), Nothing Compares To You (Sinead O’Connor), Got Till It’s Gone (Janet Jackson), Are You Gonna Go My Way (Lenny Kravitz).
  • Gibt es ein klassisches Musikstück, das du besonders magst?
    Tanz der Zuckerfee (aus dem Ballet ‘Der Nussknacker’ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski).
  • Gibt es etwas Mundartliches oder etwas in einer anderen Sprache als Englisch, das du gerne hörst?
    Die Sprache ist mir grundsätzlich erst mal egal, wenn ich die Musik mag. Gilt auch Türkisch + Englische Mundart? Dieses hier gefällt mir nämlich besonders gut: Isyankar (Mustafa Sandal feat. Gentleman). Auch gegen deutsche Musik hab ich grundsätzlich nix, wenn’s nicht gerade Volksmusik ist. Schwarz Zu Blau (Peter Fox) ist zum Beispiel für mich die Berlin-Hymne schlechthin.
  • Gibt es einen Musiktitel, der bei dir eine besondere Erinnerung hervorruft?
    Viele, denn Musik hat schon immer zu meinem Leben dazugehört. Hier beschränke ich mich mal auf zwei Beispiele: Rebel Yell (Billy Idol), das war der Lieblingssong, den ich mit meiner ersten großen Liebe teilte oder Music Was My First Love (John Miles) erinnert mich an meine letzte unglückliche Liebe.

Bei diesem Stöckchen handelt es sich übrigens nicht um ein Wurfholz, sondern jeder, der mag, kann sich eins bei April abholen und seine Kerben einritzen.

Gedanken zum Tod von Michael Jackson

Vorab: Ich bin nicht traurig darüber, dass Michael Jackson tot ist – sterben müssen wir schließlich alle – aber ich bin traurig, dass man ihm vorher kein Leben gönnte.

Aus meiner Sicht hat man einem Menschen mit einem Riesentalent das, was er am meisten liebte – die Musik – Zeit seines Lebens zum Martyrium gemacht.

Ich weiß nicht wirklich, wie es den Kindern in Michaels privatem Umfeld ergangen ist. Doch ich habe nie geglaubt, was man ihm vorwarf und glaube es zumindest so lange nicht, bis ich die Ansicht der Kinder selbst darüber gehört habe. Denn ich habe mehr Grund, denen zu misstrauen, die ihn skrupellos vorverurteilten und in der Medienarena zerrissen, als ihren sensationsgeilen Spekulationen Glauben zu schenken.

Auch ich würde mich nicht als Michael-Jackson-Fan bezeichnen, denn mir ist jeglicher Fanatismus suspekt. Doch ich kann sein Talent neidlos anerkennen – mich sogar daran erfreuen, wie an vielen anderen Wundern, die das Leben hervorbringt – und ich habe Mitgefühl mit unglücklichen Menschen. Und dass Michael Jackson unglücklich war, schloss ich nicht aus den Berichten der Promi-Journaille, sondern aus seinem Blick, seinen Gesten und nicht zuletzt seiner Lebensweise – lebenslänglich eingesperrt in einem goldenen Palast. Jeder ‘kannte’ und viele ‘liebten’ ihn; und doch war er in seinem irdischen Dasein so einsam, wie ein Mensch nur sein kann – eine lebende Legende. Sein Leidensweg ist nun zu Ende, doch die Legende lebt. R.I.P. Michael.

Angeregt durch einen Nachruf von Sven K. – der einzige Nachruf auf Michael Jackson, der mich wirklich berührt hat. – via wirres.net