Artikel mit dem Schlagwort ‘Journaille’
Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht
Ich habe gerade das Bedürfnis, hier mal was klarzustellen: In meinen Augen sind sowohl Oskar Lafontaine als auch Sahra Wagenknecht sympathische und respektable Zeitgenossen (und es will was heißen, wenn ich sowas über Politiker schreibe). Ich schätze ihre politische Aufrichtigkeit sowie ihr nicht unterzukriegendes soziales Gerechtigkeitsempfinden und Engagement für die Schwächsten unserer Gesellschaft. Und an dem positiven Eindruck, den diese beiden bislang durch ihre mir bekannten Reden und Taten auf mich gemacht haben, werden so primitive Schmutzkampagnen, wie sie in den vergangenen Tagen über uns ausgekippt wurden, nichts ändern. Im Gegenteil, sie verleiten mich höchstens zu öffentlichen Solidaritätsbekundungen wie diese hier. Darüber hinaus ist noch eines gewiss: Ich werde sehr genau beobachten, wer dieses Dreckschleudern inszenierte und wer es willig ausführte. Denjenigen werde ich künftig mit (noch mehr) Misstrauen begegnen. Und meine Sympathie gewinnt man mit solcher Hinterfotzigkeit garantiert nicht.
Nebenbei bemerkt: Zum roten Tuch der Mainstream-Journaille, Oskar Lafontaine, hat Hagen Rether im Satiregipfel mal was gesagt, dem ich mich im Großen und Ganzen anschließen kann.
Tags:DIE LINKE, Journaille, Oskar Lafontaine, Politik, Promi-Klatsch, Qualitätsjournalismus, Sahra Wagenknecht
Iris Bleyer | 22.11.2009 | 14:16 Uhr | Journalismus | 1 Kommentar
Gedanken zum Tod von Michael Jackson
Vorab: Ich bin nicht traurig darüber, dass Michael Jackson tot ist – sterben müssen wir schließlich alle – aber ich bin traurig, dass man ihm vorher kein Leben gönnte.
Aus meiner Sicht hat man einem Menschen mit einem Riesentalent das, was er am meisten liebte – die Musik – Zeit seines Lebens zum Martyrium gemacht.
Ich weiß nicht wirklich, wie es den Kindern in Michaels privatem Umfeld ergangen ist. Doch ich habe nie geglaubt, was man ihm vorwarf und glaube es zumindest so lange nicht, bis ich die Ansicht der Kinder selbst darüber gehört habe. Denn ich habe mehr Grund, denen zu misstrauen, die ihn skrupellos vorverurteilten und in der Medienarena zerrissen, als ihren sensationsgeilen Spekulationen Glauben zu schenken.
Auch ich würde mich nicht als Michael-Jackson-Fan bezeichnen, denn mir ist jeglicher Fanatismus suspekt. Doch ich kann sein Talent neidlos anerkennen – mich sogar daran erfreuen, wie an vielen anderen Wundern, die das Leben hervorbringt – und ich habe Mitgefühl mit unglücklichen Menschen. Und dass Michael Jackson unglücklich war, schloss ich nicht aus den Berichten der Promi-Journaille, sondern aus seinem Blick, seinen Gesten und nicht zuletzt seiner Lebensweise – lebenslänglich eingesperrt in einem goldenen Palast. Jeder ‘kannte’ und viele ‘liebten’ ihn; und doch war er in seinem irdischen Dasein so einsam, wie ein Mensch nur sein kann – eine lebende Legende. Sein Leidensweg ist nun zu Ende, doch die Legende lebt. R.I.P. Michael.
Angeregt durch einen Nachruf von Sven K. – der einzige Nachruf auf Michael Jackson, der mich wirklich berührt hat. – via wirres.net
Tags:Journaille, Medien, Michael Jackson, Musik, Tod
Iris Bleyer | 08.07.2009 | 11:18 Uhr | Zeitgeschehen | 3 Kommentare
Einmal zu oft ‘ES’ geguckt
Naja, da kann in angstbesetzten Stresssituationen schon mal die Phantasie mit einem durchgehen. Sowas ist in meinen Augen nur menschlich und daher verständlich.
Wieso SpOn sich allerdings schon wieder dabei erwischen ließ, irgendwelche zugetragenen Hirngespinste ungeprüft als Nachrichten zu verbreiten, versteh’ ich nicht.
Tags:Demonstration, G8, Journaille, Rostock, Spiegel
Iris Bleyer | 06.06.2007 | 02:12 Uhr | Journalismus, Zeitgeschehen | Kommentieren
Was geschah in Rostock?
Es wird berichtet, was Schäuble prophezeite. SpOn macht’s vor, und die anderen schreiben’s ab: “Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen Wir müssen den Krieg in diese Demo tragen.” – via jensscholz.com
Weitere Blog-Artikel zum Thema:
- Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg – Politblog
- G8 Demo in Rostock – Polizei provoziert Ausschreitungen – Anna Kühne
- Tag der Idioten – Hokeys Blog
- Berichterstattung zur Gewalt in Rostock – Konsumblog
Tags:Demonstration, G8, Journaille, Rostock, Spiegel
Iris Bleyer | 03.06.2007 | 15:28 Uhr | Zeitgeschehen | Kommentieren
Apropos “professionelle Ansprüche”
Also ich persönlich bin der Ansicht, dass bloggende Journalisten, die von Bloggern fordern, sich den “professionellen Ansprüchen” von Journalisten zu unterwerfen (sic!), gar keine echten Blogger sind, sondern bloß blogophobe Journalisten, die das Blogdings unterwandern und von innen sabotieren wollen.
Und überhaupt, was für “professionelle Ansprüche” sind das denn? Sollen Blogger etwa demnächst Schüler bestechen, damit sie sich beim Prügeln oder Steinewerfen filmen lassen? Nee Danke liebe “Profis”, auf solche Ansprüche kann die Blogosphäre imo gut verzichten ;o). – via Rebellmarkt
Tags:Journaille, Qualitätsjournalismus
Iris Bleyer | 07.04.2006 | 00:42 Uhr | Journalismus | 2 Kommentare