Artikel mit dem Schlagwort ‘Abmahnung’
Die bisher komischste Abmahnung des Jahres
Es passiert wohl höchst selten, dass man als Blog-Betreiber über eine Abmahnung einfach nur lachen kann. Doch seit heute wird eine Sau durch Klein-Bloggersdorf getrieben, die wohl jedem Blogger mindestens ein breites Grinsen entlockt. Lehnt Euch zurück und lasst Euch diesen Abmahnwitz von Karsten Windfelder erzählen.
Tags:Abmahnung, Komsa
Iris Bleyer | 21.01.2010 | 19:06 Uhr | Humoriges, Recht im Netz | 3 Kommentare
Was tun gegen den Abmahnwahn?
Infolge der Abmahnwelle der letzten Wochen, wird momentan in verschiedenen Blogs wieder verstärkt über die Gründung einer zentralen Anlaufstelle für juristisch bedrohte Blogger, Ratgeber zur Abwehr von nicht gerechtfertigten Abmahnungen und eine Blogger-Versicherung diskutiert.
Tags:Abmahnung
Iris Bleyer | 01.04.2006 | 06:55 Uhr | Recht im Netz | 4 Kommentare
flyerpilot macht Druck
Och Menno, reißt das denn gar nicht mehr ab? Kaum ist der eine Fall abgehakt, drängt sich schon der nächste Abmahner vor und fordert die gesteigerte Aufmerksamkeit der Blogosphäre:
Dieses mal meint man bei flyerpilot.de, dass Hessi in seinem Blog nicht verraten dürfte, was er von deren Service hält. Und was fiel ihnen als erstes ein, um zu versuchen, das zu verhindern? Eine Aufforderung zur Löschung der Blog-Beiträge und Abgabe einer Unterlassungsverpflichtungserklärung.
Nicht besonders originell. Solche juristischen Kapriolen hatten wir doch jetzt schon so oft in letzter Zeit.
Aber scheinbar haben die flyerpiloten immer noch nicht mitbekommen, was Meinungsfreiheit im Internet ist. Wie Google funktioniert, wissen die Leute von flyerpilot offenbar ebenfalls nicht, denn sie nehmen es Hessi auch übel, dass er mit einem Erfahrungsbericht über deren Service bei Google auf Platz 2 der ersten Seite gelandet ist.
Tja liebe flyerpiloten, sowas kann einem eben passieren, wenn man seine Kunden enttäuscht. Ein Google-Bot ist da halt unparteiisch und verheimlicht das den Suchenden nicht ;o). – via wirres.net
Nachtrag: (17.40 Uhr)
Das FNP-Weblog und Robert Basic stellten inzwischen weitere Recherchen an. Offenbar zeigt man sich, seitens der Geschäftsleitung von flyerpilot, nun doch gesprächsbereit und gibt Auskunft über die genauen Beanstandungen, die zur Einleitung juristischer Schritte führten.
Nachtrag 2: (18.30 Uhr)
Auch Hessi hat sich mit einem weiteren Blog-Beitrag zum Thema gemeldet, in dem er zu den telefonischen Einlassungen eines Herrn Martin Schunk von der Firma Printgroup (offenbar übergeordnete Vertreterin von flyerpilot), die im FNP-Weblog veröffentlicht wurden, Stellung nimmt.
Nachtrag 3: (19.20 Uhr)
Hmm, ich kann in Hessis Beitrag allerdings noch nichts von der angesagten Gesprächsbereitschaft seitens flyerpilot bzw. Printgroup erkennen. Mit wem hat denn dieser Herr Schunk nun eigentlich bisher wirklich gesprochen, außer mit der Redaktion des FNP-Weblog?
Nachtrag 4: (31.03.2006, 18.15 Uhr)
Fall erledigt :o)
[...] namens und in Vollmacht unserer Mandantin teilen ich Ihnen mit, dass unsere Mandantin die Angelegenheit beim derzeitigem Sachstand nicht weiter verfolgt. [...] – Quelle: Hessis Weblog
Tags:Abmahnung, flyerpilot, Meinungsfreiheit
Iris Bleyer | 30.03.2006 | 15:06 Uhr | Recht im Netz | 2 Kommentare
Bloggen für mehr Transparenz
Leute, das wird aber langsam echt mühsam, die vielen juristischen Nägel abzubloggen, mit denen so mancher Unternehmer und neuerdings sogar angeblich gemeinnützige Vereine das geöffnete Fass für die Meinungsfreiheit zunageln wollen.
Jüngstes Beispiel: Die Organisation Transparency Deutschland hat offenbar nicht damit gerechnet, dass z.B. Webpublizisten ihre offiziellen Forderungen, nach “Integrität, Verantwortlichkeit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft”, so ernst nehmen könnten, dass sie die praktische Umsetzung dieser hehren Ziele innerhalb der Organisation, öffentlich in Frage und zur Diskussion stellen – sogar dann noch, wenn versucht wird, sie durch die Androhung einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und einstweiligen Verfügung daran zu hindern.
Na Transparency Deutschland, sind Sie jetzt stolz auf Ihre Arbeit, die so viele Blogger dazu anspornt, sich sogar am Wochenende spontan für mehr “Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft” ins Zeug zu legen? - via wirres.net
Nachtrag (15.10 Uhr): Wie praktisch, Roland von ronsens hat in seinem Artikel zum Thema schon eine Linkliste mit Blog-Beiträgen zum Umgang der Transparency mit der Meinungsfreiheit zusammengetragen. Dann kann ich mir das ja an dieser Stelle sparen und Wochenende machen ;o).
Tags:Abmahnung, Meinungsfreiheit, Transparency International Deutschland
Iris Bleyer | 25.03.2006 | 14:19 Uhr | Recht im Netz | 3 Kommentare
Meinungsfreiheit vs. Anwaltsdrohung
Hier hat mal einer das Dilemma, dem sich immer mehr private Webautoren und Betreiber von Kommunikationsplattformen im Internet seit einiger Zeit ausgesetzt sehen, auf den Punkt gebracht.
Thomas Knüwer vom Handelsblatt Weblog:
Beim normalen Bürger aber hat ein drohendes Anwaltsschreiben den gleichen Effekt wie ein Messer an der Kehle und die Forderung “Her mit der Kohle”. Und deshalb zucken selbst Menschen, die im Recht sind, einfach zurück.
Auf diesen Effekt setzen wohl auch die Unternehmen, die derzeit Weblogs und Internet-Foren abmahnen.
Dumm nur, dass genau durch den vermehrten Einsatz solcher Einschüchterungspraktiken mit der Zeit mehr und mehr Online-Publizisten erkannt haben, dass man solchem Druck nicht nachgeben darf, weil das sonst einreißt und von der Meinungsfreiheit im Netz nicht mehr viel übrig bleibt. Sie haben verstanden, dass ihnen diese Freiheit nicht sicher ist, wenn sie nicht konsequent verteidigt wird. Daher reagieren inzwischen nicht wenige äußerst gereizt auf derartige Drohungen.
Auch der Herr Knüwer gehört offenbar zu der Sorte erfahrener Webautoren, die sich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nicht mit juristischen Drohgebärden wegnehmen lassen. Dies demonstriert er beispielsweise, indem er uns heute in seinem Blog offen seine Meinung zu den aktuellen Vorkommnissen mitteilt, über die ich hier in meinem gestrigen Eintrag berichtete:
Auf diesen Effekt setzen wohl auch die Unternehmen, die derzeit Weblogs und Internet-Foren abmahnen. So wie vor einiger Zeit eine nicht genannte Firma, die ihre Drohungen gegen das Supernature-Forum aber wieder zurückzog. Noch dreister erscheint das Vorgehen eines Designers wenig anspruchsvoller Online-Auftritte namens Euroweb gegen ein Netz-Forum und gegen das Blog von Jens Scholz. Quelle: Handelsblatt Weblog
Über einen adäquaten und weniger selbstschädigenden Umgang mit der Meinungsfreiheit im Internet, können sich die Auslöser der aktuellen Debatten bei Bedarf übrigens beim Werbeblogger Andreas Rodenheber informieren.
Tags:Abmahnung, Freiheitsrechte, Meinungsfreiheit, Recht
Iris Bleyer | 20.03.2006 | 14:03 Uhr | Recht im Netz | Kommentieren