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Fürstentreff in Bad Pyrmont

Am gestrigen Sonntag machten mein Lieblingsbegleiter und ich einen Ausflug ins nahe gelegene Bad Pyrmont. Weil es uns hier gestern viel zu heiß für eine längere Radtour war, wollten wir im dortigen Kurpark nur eine Weile gemütlich spazieren gehen. In diesem weitläufigen Landschaftspark, mit seinen unzähligen schattenspendenden Bäumen, lässt es sich auch in der glühendsten Sommerhitze noch gut aushalten. Und im integrierten Palmengarten kann man die exotische Farben- und Blütenpracht südlicher Länder bewundern.

Was wir vor unserer Ankunft dort nicht wussten: An diesem Wochenende fand in Bad Pyrmont ein historischer Fürstentreff statt, der gestern Nachmittag in einem prachtvollen Festzug durch Pyrmonts Kurpark und Innenstadt gipfelte.

Bereits vor dem Umzug flanierten etliche bedeutende Persönlichkeiten aus vergangenen Zeiten in prächtigen historischen Kostümen durch den Kurpark und boten seinen Besuchern reizvolle Fotomotive.

Allerdings war es im gleißenden Nachmittagslicht nicht immer einfach, sie in akzeptabler fotografischer Qualität festzuhalten. Jedoch waren die lebenden Motive in ihren steifen Stoffmassen und unter üppigen Perücken bei der Hitze auch nicht gerade zu beneiden.

Nichtsdestotrotz ließen sich die Darsteller der historischen Persönlichkeiten die Anstrengung nicht anmerken, bewahrten standesgemäße Haltung und präsentierten sich dem ‚gemeinen Volk’ gegenüber strahlend und würdevoll.

Apropos ‚gemeines Volk’: Das gab es natürlich auch schon anno dazumal. Doch anders als in alten Zeiten durften einige seiner Vertreter gestern sogar mit den erlauchten Hoheiten über die Pyrmonter Hauptallee flanieren.

Auch Karneval wurde in Bad Pyrmont früher gefeiert. Und so war unter den Teilnehmern des Festzuges auch eine Gruppe Karnevalisten in besonders farbenprächtigen venezianischen Kostümen.

Die hier gezeigten asiatisch anmutenden Kostüme stachen selbst in dieser illustren Begleitung besonders ins Auge.

Tags:Ausflugsziele, Bad Pyrmont, Kostümierung, Kurpark, Niedersachsen, Veranstaltungen
Iris Bleyer | 06.07.2009 | 18:56 Uhr | Heimatliebe | 2 Kommentare
Kurze Unterbrechung der Sendepause
Doch doch, ich lebe noch. Nach dem vergangenen langen harten Winter bin ich derzeit intensivst damit beschäftigt, den Frühling zu genießen. So habe ich z.B. schon Anfang März damit begonnen, unseren Garten komplett umzustrukturieren (kein Rasen mehr, stattdessen ist ein Blumenmeer im Entstehen). Und einige Radtouren durch die Nachbarorte und an der Weser entlang haben mein Lieblingsbegleiter und ich dieses Jahr auch schon hinter uns.
Klar hätte ich das alles hier ausführlich in Wort und Bild dokumentieren können, dazu fehlt mir aber offen gesagt momentan die Lust. Die Sonne lockt nach Draußen. Und da ja keine Existenzen davon abhängen, dass ich hier blogge, wart ich einfach mal ab, bis sich mein internettes Mitteilungsbedürfnis wieder meldet. Bis dann also: Schönen Frühling allerseits :o).
Iris Bleyer | 28.04.2009 | 11:40 Uhr | Bloggerei, Persönlich | 2 Kommentare
Zwanziger gegen Zwanziger
Stefan Niggemeier berichtete kürzlich zum wiederholten Male über einen mittlerweile eskalierten Rechtsstreit zwischem dem freien Journalisten Jens Weinreich und dem DFB (Deutscher Fußball Bund e.V.) und seinen Präsidenten Theo Zwanziger. Es geht dabei um nichts Geringeres als um die Verteidigung der Meinungsfreiheit gegen einen finanzstarken Gegner. Stefan Niggemeier bezieht dazu in seinem letzten Blog-Artikel zum Thema u.a. mit folgenden deutlichen Worten Stellung:
Ich finde es empörend, wie Zwanziger es ausnutzt, dass er es sich leisten kann, die Auseinandersetzung in die Länge zu ziehen und das finanzielle Risiko immer größer werden zu lassen. Ich finde es eklig, wie Zwanziger noch damit kokettiert, dass er im Falle einer Niederlage Geld für einen guten Zweck spendet (aber natürlich nicht für Weinreich, den er bis dahin in den Ruin getrieben haben könnte). Ich finde es widerlich, dass der DFB sich immer noch weigert, seine Lügen zuzugeben, richtig zu stellen und sich dafür zu entschuldigen. Ich finde es skandalös, dass der DFB-Kommunikationsdirektor Harald Stenger noch im Amt ist, obwohl ihm inzwischen Gerichte bescheinigt haben, dass er Unwahrheiten über Weinreich verbreitet hat, und dass der DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach noch im Amt ist, der Stengers Lügen stolz an eine dreistellige Zahl wichtiger Menschen verschickt hat, mit der Aufforderung, sie zu verbreiten.
Dieser Meinungsäußerung schließe ich mich vollumfänglich an! Und ich bitte alle, die dies’ lesen (insbesondere Fußball-Fans), mal einen kurzen Augenblick darüber nachzudenken, ob sie diesem skrupellosen Treiben der DFB-Bonzen, die hier m.E. das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen treten, untätig zusehen oder ob sie nicht, durch zwei Minuten Beschäftigung mit ihrem Online-Banking-Programm und einen kleinen Geldbetrag (z.B. einen Zwanziger ;o), die Waage der Justitia einen kleines bisschen zugunsten des Davids in diesem ungleichen Kampf beeinflussen wollen. Und falls ihnen Letzteres richtig scheint, finden sich die erforderlichen Daten in einem Blogposting von Jens Weinreich, mit dem er die Netzöffentlichkeit in dieser Angelegenheit um Hilfe bittet – was übrigens in meinen Augen absolut kein Grund für Schamgefühle ist. Es ist in unser aller Interesse, dass wir uns unser gutes Recht von solchen Typen wie den oben genannten DFB-Bonzen nicht abkaufen lassen. Schämen müssten sich für diesen Skandal m.E. ganz andere, denen es dazu aber offensichtlich am nötigen Schamgefühl mangelt.
Tags:Jens Weinreich, Meinungsfreiheit, Rechtsstreit
Iris Bleyer | 27.02.2009 | 15:45 Uhr | Journalismus, Recht im Netz | Kommentieren
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
So lautet bekanntlich der erste Satz in Artikel 1 des Grundgesetzes, das die Verfassung unseres Landes darstellt. Und der zweite gebietet:
„Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Diese beiden Sätze gelten als oberstes Gebot in unserem Staat und gleichzeitig als Fundament unseres Rechtssystems. Doch was bedeuten sie eigentlich? Um das herauszufinden, habe ich zunächst versucht, Antworten auf ein paar Fragen zu finden, die mir zum Verständnis unerlässlich scheinen:
- Was ist denn überhaupt ‚die Würde des Menschen’? Wie offenbart sie sich?
- Was heißt, sie sei unantastbar? Kann man oder darf man sie nicht antasten?
- Wie achtet und schützt unser Staat die Menschenwürde? Kommt er seiner Verpflichtung nach?
Gleich bei meinen ersten Fragen zur Definition des abstrakten Begriffs ‚Menschenwürde’, bin ich auf unterschiedliche Antworten aus verschiedenen Denk- und Glaubensrichtungen gestoßen. Entscheidend scheint mir hier die Feststellung: „Würde kann einerseits als Wesensmerkmal andererseits als Gestaltungsauftrag verstanden werden.“ Das interpretiere ich so, dass Würde einerseits angeborener Teil des Menschen ist, andererseits ein Anspruch an sein Verhalten. Jedoch vermitteln mir die in der Wikipedia dargelegten Erklärungsversuche lediglich eine vage Vorstellung davon, wie Würde sich konkret offenbart. Wie würdevolles Auftreten aussieht, scheint mir in nicht geringem Maße vom historischen Hintergrund und den gesellschaftlichen Konventionen im Bezug auf Sitte und Moral abhängig zu sein.
Doch kann man ein menschliches Charakteristikum, was sich nur so vage beschreiben lässt, überhaupt antasten, achten oder schützen? Wenn ich nicht klar und eindeutig benennen kann, in welcher Weise die Menschenwürde angetastet wird, wie kann ich dann ihren Schutz vom Staat einfordern? Rechtlich sollen laut Wikipedia die allgemeinen Menschenrechte den Menschen ein würdevolles Dasein sichern. Doch wenn ihre Wahrung alles ist, was den Schutz der Menschenwürde garantiert, wieso wurde diese dann separat in unserem Grundgesetz verankert und allen anderen Grundrechten vorangestellt?
Tags:Grundgesetz, Grundrechte, Menschenwürde
Iris Bleyer | 28.01.2009 | 17:22 Uhr | Alltagsphilosophie | 18 Kommentare
The White House Blog
Kaum zu glauben, aber wahr: Das Weiße Haus bloggt. Dass ich das noch erleben darf – eine demokratische Regierung, die auch nach der Wahl noch mit seinem Souverän kommunizieren will. – via sagichdoch?
Tags:Obama, Politik, USA
Iris Bleyer | 20.01.2009 | 23:48 Uhr | Zeitgeschehen | 1 Kommentar