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Weblog

Blühender Velmerstot

Ich vor den Gipfelsteinen auf dem Lippischen Velmerstot

Bei strahlendem Sonnenschein wanderten mein Lieblingsbegleiter und ich gestern wieder einmal auf den Lippischen Velmerstot. Dort steht derzeit die Heide in voller Blüte und hüllt die Sandsteinquader auf dem Gipfel in großflächiges Rosarot.

Blühende Heidelandschaft auf dem Lippischen Velmerstot

Seit ich diese traumhaft schöne Landschaft kenne, verstehe ich, was manche Leute dazu antreibt, sich im eigenen Garten Heidebeete anzulegen. Doch ich hab bisher keinen Heidegarten gesehen, der mit dem Anblick des spätsommerlichen Velmerstots auch nur annähernd mithalten kann. Und leider können auch Fotos diese atemberaubende Schönheit nicht wirklich wiedergeben. Die offenbart sich in voller Pracht nur denen, die zur richtigen Zeit den Aufstieg nicht scheuen.

Hochsommertage an der Weser

Am Mittwoch letzter Woche starteten mein Lieblingsbegleiter und ich zu unserer bisher längsten Radtour dieses Jahres. Wir fuhren auf dem Weserradweg binnen drei Tagen von Höxter in Westfalen bis nach Hannoversch Münden im südlichen Niedersachsen und zurück. Den Hinweg legten wir an den bisher heißesten Tagen des Sommers zurück. Entsprechend schweißtreibend war unsere Reise. Aber schön war’s trotzdem. Und weil wir es nicht eilig hatten, ließen wir es bei der hochsommerlichen Hitze ganz gemütlich angehen.

Weserschiff mit Schafherde im Vordergrund

Allzu oft hab ich dieses Mal aber nicht zum Fotografieren angehalten, denn weder mein Lieblingsbegleiter noch ich hatten große Lust, uns dafür längere Zeit ohne Fahrtwind der prallen Sonne auszusetzen. Doch an dieser gemischten Schaf- und Ziegenherde konnte ich nicht vorbeifahren, ohne den Versuch, zumindest einige Tiere mit der Kamera einzufangen. Ich find das immer wieder einfach zu drollig, diese Viecher zu beobachten. Dass währenddessen noch das Weserschiff aus Höxter vorbeifuhr, war ein glücklicher Zufall.

Zwei schmusende Ziegen

Von den meckernden und blökenden Herdentieren konnte ich mich allerdings nur schwer trennen und hab reichlich Fotos von ihnen gemacht – so viele, bis mein Lieblingsbegleiter ungeduldig quengelte, er hätte nun lange genug in der Sonne gebraten ;o). Zeigen will ich hier aber nur das Bild, was mir von allen am besten gefällt.

Nachdem wir die erste Nacht in unserem mitgeführten Zelt, auf einem Camping-Platz in Gieselwerder direkt an der Weser verbracht hatten, legten wir die letzten 25 km der Hinreise zurück. Zwischendurch frühstückten wir gemütlich vor einer kleinen Bäckerei in Reinhardshagen. Kurz nach Mittag des zweiten Tages trafen wir dann in unserem Zielort, der Fachwerkstadt Hannoversch Münden ein – bei 38 Grad im Schatten.

Fachwerkhäuser an der Fulda

Obwohl das idyllisch gelegene Dreiflüssestädtchen, in dem sich Fulda und Werra zur Weser vereinen, wirklich malerisch schön ist, flüchteten wir nach unserer Ankunft erst mal sofort in ein Hotelzimmer. Dort stellten wir uns eine Weile unter eine kühle Dusche, ruhten uns ein paar Stunden aus und verließen unser Domizil erst wieder gegen Abend, zu einem entspannten Bummel durch die Stadt und einem leckeren Abendessen unter freiem Himmel.

Fotocollage mit Motiven aus Hann. Münden

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf die Heimreise. Da es in der Nacht zuvor gewittert hatte, waren die Temperaturen inzwischen auf radlerfreundliche 22 Grad abgesunken. Dennoch legten wir die erste Hälfte der Strecke (bis Bad Karlshafen) dieses Mal mit dem Zug zurück, denn wir wollten nicht noch eine weitere Nacht im Zelt verbringen. Außerdem waren für den Freitag länger andauernde Regenfälle vorhergesagt. In deren Genuss kamen wir dann auch, während der letzten Etappe unserer Tour, die wir wieder radelten. Bis auf die Haut durchnässt kamen wir in Höxter an. Doch im Sinne positiven Denkens versuchte ich der Lage das Beste abzugewinnen und freute mich darauf, dass ich wenigstens unseren Garten an dem Tag nicht noch würde gießen müssen. Zu früh gefreut: In der ganzen Gegend hatte es ergiebige Regenfälle gegeben, nur bei uns in Blomberg reichte es nicht einmal, um den obersten Zentimeter Erde zu durchfeuchten…

Vera Lengsfeld verurteilt linksextreme Gewalt

…gegen Autos. Deshalb protestierte sie gestern in ihrem Blog scharf dagegen – genauso scharf wie gegen rechtsextreme Gewalt gegen Menschen. Dass ich diese Einstellung nicht nur materialistisch, sondern auch irgendwie menschenverachtend finde, konnte ich ihr da nicht mehr drunter schreiben. Denn nachdem sie gestern in der Bild am Sonntag, wie angedroht versprochen, noch etwas “mehr” von ihren Qualitäten gezeigt hatte, hat sie die Kommentarfunktion in ihrem Weblog abgestellt. Das wiederum kann ich mittlerweile verstehen: Mit der Zielgruppe, die sie damit wieder angelockt hat, würde ich mich auch nicht unterhalten wollen ;o).

Ringen um Worte

Ich sitz jetzt hier schon seit Stunden und frag mich, wie ich mein Entsetzen und meinen Zorn, über die öffentliche Menschenhatz der NPD auf einen schwarzen CDU-Politiker aus Thüringen, in angemessene Worte fassen kann. Doch ich finde sie nicht.

Vera Lengsfeld bloggt nicht

Aber natürlich bloggt sie, meint Ihr, schließlich hat sie doch jetzt auch so eins von diesen Internettagebüchern und stellt da auch regelmäßig Inhalte ein? Na und? Deshalb bloggt sie noch lange nicht. Sie redet nicht mit den Leuten, die ihre Einträge kommentieren. Auf grob geschätzt ca. 95% der Kommentare wird überhaupt nicht geantwortet, geschweige denn sich an den Diskussionen beteiligt, die ihre Inhalte in anderen Blogs ausgelöst haben.

Schon seit einigen Tagen machen Blog-Kommentatoren ihrem Ärger über Frau Lengsfelds Schlampenplakat Werbeplakat quer durch alle nachfolgenden Blog-Einträge Luft. Und man lässt sie größtenteils gewähren und kümmert sich nicht um ihre Kritiken. Die wenigen Anworten, die da zwischendurch mal kommen, klingen so gekünstelt und teilnahmslos, dass man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen kann, irgendein völlig leidenschaftsloser CDU-Pressefuzzi hat sie verfasst. Und das Publikum hat das Spielchen natürlich längst durchschaut. Auch die streunenden Web-Trolle haben inzwischen bemerkt, dass uns da wieder mal eine Politikerin eine unpersönlich geführte Wahlwerbeschleuder als Blog verkaufen will. Sie reißen den unausgegorenen Mist, den die Blogbetreiber auf die virtuelle Straße kippen, genüsslich auseinander und platzieren ihre verbalen Exkremente darin – ganz so, wie es eben der Trollnatur entspricht. Der Gestank muss wohl mittlerweile bis zu Frau Lengsfeld vorgedrungen sein. Jedenfalls hat sie ihre seelenlosen Blog-Lakaien jetzt eine Straßensperre errichten lassen, vor der sich das Stimmvieh anstellen darf, bis man geprüft hat, ob es stubenrein ist.
Das ist nicht Bloggen, sondern nur ein weiterer Versuch der Webvolksverarschung!

Mein Tipp an alle PolitikerInnen, die meinen, sie könnten hier vor der Wahl mal eben einen auf Obama machen, danach einfach einmal feucht durchwischen und sich hier nie wieder blicken lassen: Lasst es doch einfach gleich ganz sein. Wenn Ihr nicht mit uns reden wollt, dann behaltet doch Euer Geseier bei Euch oder übergebt es einfach Presse oder Fernsehen. Lasst sie es wie gehabt übers Volk kippen, wo es Euch nicht widersprechen kann, statt hier im Netz so zu tun, als würdet Ihr Euch für die Belange Eurer Wähler interessieren. Hier fällt Eure Heuchelei nämlich nicht nur auf, sondern man kann sie auch direkt weitersagen ;o).

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