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Weblog

Verständnis für Susanne Osthoff

Die Haltung dieser “eigensinnigen” Frau wäre vielleicht gar nicht so schwer zu verstehen Herr Klose, Herr Gerhardt, Herr Polenz oder Herr Steinmeier, wenn Sie differenzieren könnten. Denn auch wenn es für Sie vielleicht schwer vorstellbar ist, ich bin davon überzeugt, auch im Irak leben liebenswerte Menschen und nicht nur Terroristen. Und Susanne Osthoff wird es wissen, denn immerhin lebt sie ja bereits seit einigen Jahren da.

Ich hätte da aber mal einen Rat für Sie meine Herren: Sie sollten sich davor hüten, diese Menschen und ihre Kultur nur aufgrund von Schwarzweiß-Propaganda aus der sogenannten “zivilisierten Welt” beurteilen zu wollen. Befragen Sie lieber mal ihre Herzensbildung. Vielleicht fällt es Ihnen dann leichter, etwas Verständnis für Frau Osthoff und ihre humanitären Bemühungen aufzubringen. Und wenn nicht, behalten Sie das besser für sich. Andernfalls könnte man nämlich auf die Idee kommen, dass es Ihnen an der nötigen Herzensbildung fehlt.
Finden Sie es anmaßend, dass ich Ihnen hier ungefragt einen Rat aufdränge? Nun, ich finde das zumindest nicht anmaßender als Ihre Versuche, über Susanne Osthoffs weitere Lebensplanung zu bestimmen. Oder hat sie Sie vielleicht um Ihren Rat gebeten?

Absage an animierte Barrieren

Wer mir auf Webseiten, auf denen penetrant flimmernde Werbebanner mich am Lesen hindern, etwas über barrierefreies Webdesign erzählen will, den kann ich nicht ernst nehmen, sorry.
Webinhalte sollten nämlich nicht nur für Screenreader und Suchmaschinen zugänglich sein, sondern auch für sehende Menschen, oder? Und dass deren Konzentration auf Bildschirminhalte, durch Animationen im Blickfeld, empfindlich gestört wird, ist eine seit langem wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache.

Noch eine CSS-Galerie?

Ja, aber eine besondere. In der Liquid Designs Gallery werden nämlich nur flexible CSS-Layouts präsentiert, denn Christian Montoya möchte mit seinem Projekt diese spezielle Form des Webdesigns fördern. Und ich freue mich sehr darüber, dass seit Kurzem auch das neue MeOnly-Design dort vorgestellt wird :o).

Doch nicht nur die Gallery von Liquid Designs ist sehenswert und inspirierend. Auch wer nach guten Informationen, über die Erstellung von Liquid Designs sucht, wird dort fündig.

Rede über die Wahrheit

Spiegel Online betitelt es als einen Eklat. Für mich ist es die beeindruckendste Rede, die ich seit langer Zeit gelesen habe:
Harold Pinter – Nobelvorlesung
Kunst, Wahrheit & Politik

Dafür gilt dem diesjährigen Literaturnobelpreisträger mein Dank und tief empfundener Respekt.
Link zur deutschen Übersetzung gefunden bei Ralph.

CSS für IE via Conditional Comments

Um Darstellungsabweichungen meiner CSS-Anweisungen in verschiedenen Internet Explorer-Versionen zu korrigieren (5.01, 5.5 und 6), setze ich bevorzugt Conditional Comments ein, mit deren Hilfe ich die genannten IE-Versionen, nach dem Einlesen des Standard-CSS, noch auf speziell für sie optimierte CSS-Dateien weiterleite.

Alternativ besteht zwar auch die Möglichkeit, in das reguläre CSS sogenannte CSS-Hacks einzubauen (Selektoren, die nur von bestimmten IE-Versionen interpretiert oder überlesen werden), doch davon halte ich persönlich nicht so viel. Erstens macht es das Standard-CSS mit der Zeit ziemlich unübersichtlich, wenn man nicht den Sinn und Zweck jedes einzelnen Hacks genau kommentiert – was wiederum das CSS aufbläht; zweitens könnten solche Hacks in späteren IE-Versionen zu Problemen führen, da diese sie evtl. anders interpretieren als die jetzigen. Also brate ich lieber gleich jeder IE-Problemversion ihre eigene “CSS-Extrawurst”.

Allerdings machen das bislang noch nicht viele CSS-Designer so. Ich vermute, das könnte daran liegen, dass einige noch nicht so recht wissen, wie man die Funktionsweise älterer IE-Versionen, in Kombination mit den per Conditional Comments eingebundenen Stylesheets, praktisch testen kann.

Zunächst mal ist es ja bekanntermaßen nicht möglich, verschiedene IE-Vollversionen auf einem Rechner zu installieren. Dieses Problem wurde jedoch schon vor geraumer Zeit durch die Entwicklung der so genannten IE-Standalones gelöst, die nun auch in den evolt.org-Browserarchiven zum Download bereit stehen.
So weit so gut. Versucht man nun aber, seine HTML-Dokumente mit den eingebauten Conditional Comments in einer dieser Standalone-Versionen zu testen, stellt man fest, dass nicht alle separaten Stylesheets eingelesen werden – nämlich die nicht, welche nicht für die installierte IE-Vollversion 6 vorgesehen sind.

Die Ursache dafür finden wir in der Windows Registry, wie Manfred Staudinger herausfand. Durch einen bestimmten Eintrag in:
HKEY_LOCAL_Machine\Software\Microsoft\Internet Explorer\Version Vector\
wird nämlich bei jedem Start dem Internet-Explorer signalisiert, welche Version auf dem Rechner installiert ist. Und das lesen auch die IE-Standalones. Einfach gesagt: Sie registrieren quasi nicht, dass sie nicht das sind, was die Registry sagt ;o) und ignorieren darum die für sie vorgesehenen Conditional Comments. Abhilfe schafft eine kleine Änderung des Eintrags. Man suche im vorgenannten Registry-Verzeichnis nach dem Eintrag IE und benenne ihn in zIE um. Das war’s. Schon werden die Conditional Comments von den jeweiligen Standalones als zu ihnen gehörig erkannt und eingelesen.

Manfred Staudinger bemerkte zwar in seinem Artikel einschränkend, dass diese Maßnahme bei den CCs für den IE5.5 nicht half, das kann ich jedoch nicht bestätigen. In meinem Standalone 5.5 wurden die per CCs verknüpften Stylesheets, nach der Änderung in der Registry, ebenso interpretiert wie in der Version 5.01. Allerdings stellte ich fest, dass nach manchen Updates der IE-Vollversion der Registry-Eintrag wieder überschrieben wurde. Deshalb rate ich, nach jedem IE-Update, den Registry-Eintrag erneut zu überprüfen.

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