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Weblog

Bilderbuchjournalismus

“Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte”, heißt es im Volksmund. Doch das müssen im deutschen “Qualitätsjournalismus” nicht unbedingt wahre Worte sein. Wie zum Beispiel der Focus bildhaft Fakten schafft, davon berichtet der Pantoffelpunk. via sagichdoch

Journalismus, Werbung und Lernfähigkeit

Wenn man die Meldungen der letzten Tage in den Medien und in der Blogosphäre verfolgt, verfestigt sich der Eindruck, dass es einigen Meinungsmachern offenbar besonders schwer fällt, auf ihrem Weg durch den Kommunikationsdschungel den Überblick zu behalten und wenigstens ab und zu auch mal was dazu zu lernen.

Nur so kann ich es mir erklären, dass es z.B. immer noch zahlreiche “Journalisten” gibt, die es sich einfach nicht verkneifen können, fröhlich weiter Räuberpistolen über die Entführung von Frau Osthoff zu erzählen und Gerüchte zu verbreiten, die jedem kritischen, vernunftbegabten Menschen eigentlich sofort absurd, zumindest aber merkwürdig vorkommen müssten.

Oder dass ein gewisser Stimmungsmacher immer noch nicht begriffen hat, dass die Blogger in ihrem Umgang mit seiner Klowand-Klage demonstriert haben, dass sie die Art von Kommunikation inzwischen mehrheitlich besser beherrschen als er, der sie “professionell” vermarkten will. Also noch mal zum Mitschreiben, Herr Jean-Remy von Matt: Wenn Ihre “größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten” (sic!) beim Zielpublikum nicht so ankommt, wie Sie das beabsichtigt haben, dann liegt der Fehler nicht beim Zielpublikum.

Nun, das Klowand-Ranking bei Technorati sollte Ihnen doch zumindest eins gezeigt haben: Unsere Kampagne hat immerhin für einige Tage nicht nur Deutschland sondern die Welt erreicht. Hier mal ein kostenloser Tipp von mir (Danke sagen nicht vergessen): Wenn Sie mit Ihren Botschaften auch mal so eine Reichweite erzielen wollen, dann schauen Sie sich doch einfach mal ganz genau an, wie die “Klowände des Internets” das gemacht haben ;o).

Deutschland oder Klowand?

In den Reaktionen der Blogosphäre, auf die Klowand-Klage des “Du bist Deutschland”-Kampagnenchefs Jean-Remy von Matt, habe ich gerade folgenden Kommentar im law blog gefunden:

Zur Immission werden Blogs dann, wenn man sie (von Berufs wegen) lesen muss. Die “allgemeinen Gesetze” reichen sicher, nur: wenn man sie einfordert, geht das Geschrei los. Man denke nur an das “Heise/Foren”-Urteil. Das meistgebrauchteste und zugleich depaplatzierteste Wort in diesem Zusammenhang war “Zensur”. An sich sind Blogs wirklich eine gute Sache, denn sie geben jedem einzelnen “ein Forum”. Offenbar sind die Auswüchse die Schattenseite der Freiheit, die man hinnehmen muss ;-)

Das bisschen Schatten ist doch nichts gegen die Finsternis, die andere über Deutschland, Europa und die Welt bringen. Die wollen wir aber nicht stillschweigend hinnehmen. Darum machen wir von unserem verfassungsmäßig garantierten Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch und zerren wenigstens ein paar von den Dunkelmännern und ihre korrupten Machenschaften ins Licht der Öffentlichkeit – wenn es sein muss, auch auf Klowänden.

Warum sollten wir uns wohl z.B. für diese blödsinnige “Du bist Deutschland” Mutmacherkampagne auch noch bedanken, die nichts weiter als hohle Phrasen verbreitet und dafür Millionen verbrät, die an unzähligen anderen Stellen dringend gebraucht werden?

Das, was die uns da servieren, soll uns Mut machen. Mut? Die wissen ja nicht mal, was das ist. Den haben sie selbst viel nötiger – Mut zu konsequenten sozialen und wirtschaftlichen Reformen, die vielen Menschen Nutzen, Freiheit und mehr Lebensqualität bringen und nicht nur ein paar nimmersatte Konzernriesen immer reicher machen, auf Kosten der übrigen Menschheit und unseres Planeten.

Denen hab’ ich nur eins zu sagen: Ich bin nicht EUER Deutschland, ich bin eine Weltbürgerin, die Euer Blendwerk satt hat! Die nutz- und wertlosen Durchhalteparolen könnt Ihr Euch sonstwo hinschieben. Ich will keine stumpfsinnigen Werbeplakate, ich will Taten sehen!

Da findet Ihr z.B. ein paar von Euren nicht gemachten Hausaufgaben, Ihr “Mutmacher”: http://konsumblog.de/
Bringt das erst mal in Ordnung. Dann will ich auch gerne mal Deutschland sein. Bis dahin bin ich lieber Klowand.

Von den Klowänden des Internets

Bis gestern dachte ich ja, dieses neue Ding auf meiner Website wär bloß ein Weblog. Aber nö, gestern las ich dann bei Jens Scholz, dass es für Herrn Jean-Remy von Matt auch eine Klowand ist. Aha soso. Na egal, diese ist auf jeden Fall einfacher zu beschreiben und pflegeleichter als die Klowände bei uns zu Hause …ich mein die um den Raum, in dem auch ein Klo ist. Außerdem lesen hier inzwischen auch ein paar mehr Gäste ;o). Der Herr von Matt gehört übrigens zu diesen Stimmungskanonen, die mir weismachen wollten, ich wär Deutschland. via law blog

Neues Jahr, neue Themen

Heut Nacht hab ich mal meine Blogroll aktualisiert und mit ein paar Links zu Blogs ergänzt, die ich seit einiger Zeit regelmäßig lese.

Außerdem hat mich Ralph Segert eingeladen, in seinem erst kürzlich eröffneten Konsumblog mitzuschreiben. Da mach ich gerne mit, denn die Thematik ist vielfältig und spannend, und mit Ralph, Verena und ihrem Netzumfeld zu diskutieren, hat mir schon früher Spaß gemacht :o).

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