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Weblog

Widerliches Spammerpack

Das kam schneller als erwartet. Vorhin musste ich erst mal alle Einträge aus dem letzten Jahr von Trackback-Spam säubern …von der abartigsten Sorte.
Zum Glück hab’ ich erst vor ein paar Tagen bei Ralph einen Link auf diesen Abwehrmaßnahmen-Katalog gegen solchen Web-Unrat entdeckt. In Zukunft sollten diese Kakerlaken ihre Exkremente hier nicht mehr so leicht abladen können. Einen Vorteil hatte allerdings sogar dieser erstmalige Ungezieferbefall hier: Die haben mir reichlich Begriffe für meine Blacklist dagelassen, auf die ich nie gekommen wär’. Außerdem waren ja noch nicht allzu viele ältere Einträge vorhanden, die ich überprüfen musste.

Winterimpression

Ich öffnete eine Tür und ließ Wärme herausströmen. Doch herein kam nur Kälte. Die Temperatur in der Innenwelt sank rapide. Also schloss ich die Tür, um nicht zu erfrieren. Doch es ist auch drinnen nicht wieder warm geworden. Dieser Winter ist lang, dauert nun schon länger als ein Jahr, und ich hatte nicht mit erneuerbaren Energien geheizt. Also kauere ich mich in eine Ecke, hülle mich in ein dickes Fell und warte auf das Ende der Eiszeit. Hin und wieder ruft die Disziplin ein paar Impulse zur Ordnung, denn unnötige Regungen sind zu vermeiden in Zeiten wie diesen…

Die Achillesverse der Medien

Gestern mahnte der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Redakteure zu mehr journalistischer Sorgfalt und gründlicher Recherche.
Darüber hinaus unterstrich der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken die Forderung des DJV, nach mehr Personal in den Redaktionen, mit den Worten: “Recherche braucht Zeit, die die meisten Redakteurinnen und Redakteure heute nicht mehr haben.”

Dem Schlussappell der DJV-Pressemitteilung: “Es müsse endlich Schluss sein mit der Sparpolitik zu Lasten des Qualitätsjournalismus” kann ich mich nur händeringend anschließen und hoffen, dass die Mahnung bei den Entscheidern in den Redaktionen Gehör findet und zu den dringend gebotenen Konsequenzen führt. Denn ein schwacher, unkritischer Journalismus schwächt m.E. unsere Gesellschaft im Kern, durch seinen direkten Einfluss auf die Meinungsbildung ihrer Bürger. Und solche Schwächen können wir uns besonders in Zeiten wie diesen nicht leisten.

Horror vs. Terror

Zugegeben, mir kräuseln sich in letzter Zeit immer öfter die Nackenhaare, wenn ich das aktuelle Tagesgeschehen in Deutschland verfolge. Den Medienberichten zufolge, habe ich derzeit die “Wahl” zwischen zwei potentiellen Gefahrenquellen:

Einerseits wäre da die terroristische Bedrohung, die uns seit dem 11. September 2001 von Politikern und Mainstream-Medien mit wachsender Intensität angekündigt und mit Terrormeldungen aus aller Welt blutig illustriert wird. Andererseits wäre da die Horrorliste von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der mit Folteraussagen, Feindstrafrecht und Bundeswehreinsatz im Inneren gegen das Menetekel des Terrorismus vorgehen will. Nun ratet mal, wovor’s mich im Moment mehr gruselt.

Übrigens frage ich mich gerade, ob der Herr Schäuble wohl schon mal was vom Thomas-Theorem gehört hat? Entweder hat er nicht, dann weiß er nicht, was er da möglicherweise heraufbeschwört. Oder er hat doch, dann weiß er ganz genau, was er da tut. So oder so, der Mann und seine Vorstellungen von “Recht und Ordnung” sind mir unheimlich.

Tagesgerichte

Auch auf deutschen Speisekarten findet man neuerdings immer häufiger gekochten Frosch. Klingt eklig? Ist es auch – vor allem, wenn man sich die Liste der übrigen Zutaten mal genauer ansieht. Rezept entdeckt bei sagichdoch, wo heute wieder mal die Journaille bloßgestellt wird.

Auch Don Alphonso hat heute mal wieder gut aufgepasst und sich von den Enemies at the Gate nicht plündern lassen ;o).

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