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Weblog

Einfache Freuden des Landlebens – ein schöner Radelnachmittag

Mein Lieblingsbegleiter auf einem unserer Lieblingsradwege Richtung Schieder

Das vergangene Bilderbuchfrühlingswochenende bot sich meinem Lieblingsbegleiter und mir geradezu an, für unsere erste diesjährige Fahrradtour. Doch den Samstag hatten wir schon seit Längerem für eine Tagesfahrt zum Keukenhof verplant. Und da wir von dort erst spätabends zurückkehrten, schliefen wir Sonntag Morgen erst mal lange aus. Blieb uns zum Radeln also noch der Nachmittag.

Das Hotel Restaurant "Landhaus Schieder"

Unsere erste Tour führte uns – wie eigentlich jedes Jahr – in den Nachbarort Schieder. Die Entfernung hin und zurück ist genau richtig, um den Po nach einem halben Jahr Enthaltsamkeit wieder langsam an den Sattel zu gewöhnen ;o). Außerdem ist die Strecke sehr angenehm zu fahren, weil der Radweg überwiegend durch Felder und Wald führt und man somit ungestört vom motorisierten Verkehr die idyllische Gegend genießen kann.

Schloss Schieder (Rückseite)

In Schieder angekommen wollten wir uns als erstes ansehen, wie sich der erneuerte Schlossplatz zwischenzeitlich gemacht hat. Viel hat sich jedoch seit unseren letzten Besuchen dort nicht getan. Lediglich ein paar kleine Teppichbeete auf den vier größeren Rasenflächen sind dazugekommen. Doch bei dem Himmel ist weiterer Schmuck auch eigentlich gar nicht nötig für ein schönes Fotomotiv. Nichtsdestotrotz stellen auch die beiden Tulpenmagnolien, die das Schloss flankieren, malerische Blickfänge dar.

Blühende Tulpenmagnolie und gerade ergrünende Äste vor strahlendblauem Himmel

Natürlich machten wir nach unserer Stippvisite am Schloss auch wieder einen Abstecher zum Schiedersee, wo wir gemütlich unseren mitgebrachten Kaffee tranken, ehe wir den Heimweg antraten – der perfekt entspannende Abschluss eines durchweg perfekten Wochenendes :o).

Brücke über den Schiedersee mit frisch ergrünenden Ästen vor blauem Himmel

*Piep* ich bin noch da

Ja ja, ich weiß, ist schon wieder ganz schön lange her, seit ich hier das letzte Mal von mir hören ließ. Aber es ist doch gerade Frühling. Und der ist nun mal draußen viel schöner als drinnen vorm Bildschirm.

Fernsicht auf Blomberg von der Landstraße nach Holstenhöfen aus durch eine blühende Birke

Außerdem hab ich ja auch noch einen Garten, und darin ist derzeit mehr zu tun als zu jeder anderen Jahreszeit.

Schreibfaulheit kann man mir dennoch nicht vorwerfen. Seit einigen Tagen argumentiere ich z.B. bei Claudia wortreich und beharrlich (um nicht zu sagen stur) gegen die stetig zunehmende Verstädterung unserer Umwelt. Das ist so typisch für mich: Wenn man mir nur die ‘richtigen’ Bälle zuwirft, bin ich nicht mehr zu bremsen ;o).
Aber jetzt mal ernsthaft: Und wenn creezy noch so viele traumhafte Frühlingsbilder aus den Erholungsgärten in Marzahn zeigt, ich weiß, wie es im Winter in Mitte aussieht. Also lasst Euch nicht täuschen: Die große Stadt ist böse! Davon abgesehen muss ich hier nicht „weit raus” fahren, um ähnlich schöne Fotos zu machen, ich brauch nur vor die Tür gehen ;-þ.

Solidarität mit Dr. Sabine Schiffer

Die Medienwissenschaftlerin Dr. Sabine Schiffer soll wegen übler Nachrede strafrechtlich belangt werden, weil sie öffentlich geäußert hatte, dass latenter Rassismus in unserer Gesellschaft eine Ursache für den Fehlschuss eines Polizisten auf einen unschuldigen Ägypter gewesen sein könnte.

Vorgeschichte: Die in Deutschland lebende Ägypterin Marwa El-Sherbini starb am 1. Juli 2009 in Folge eines rassistisch motivierten Attentats im Dresdner Landgericht. Beim Versuch seine Frau vor dem tödlichen Angriff zu retten, war auch ihr Mann Elwi Ali Okaz lebensgefährlich verletzt worden. Außerdem traf ihn ein gezielter Schuss eines hinzugeeilten Polizisten ins Bein, weil dieser ihn irrtümlich für den Täter gehalten hatte.

Die Kriminalisierung von Dr. Sabine Schiffer, aufgrund eines von ihr öffentlich vermuteten Zusammenhangs mit latentem Rassismus auch innerhalb der Polizei, halte ich für demokratie- und grundgesetzfeindlich. Sie ist m.E. ein unerhörter Angriff auf die Freiheit von Wissenschaft und Medien, der von der Zivilgesellschaft keinesfalls geduldet werden darf. Abgesehen davon, dass ich persönlich die Überlegungen von Frau Schiffer zu den soziologischen Hintergründen dieses tragischen Polizistenirrtums für plausibel halte, kann und darf Gesellschaftskritik die Polizei als Vollzugsbehörde des Staates nicht prinzipiell ausnehmen. Darum bekenne ich hiermit meine Solidarität mit Frau Dr. Schiffer und ermutige die Leser meines Blogs ebenfalls dazu. Wer keinen eigenen Artikel dazu verfassen kann oder will, kann das auch einfach als namentlicher Unterstützer dieser Solidaritätskampagne tun.

Andere lesenswerte Blog-Artikel zum Thema:

Einen Lacher am Morgen

…schenkte mir heute der politbuerokrat mit seinem Kommentar zum Politbohei um Google Street View:

“Anonymisierung heißt auch”, hieß es im nebenbei auch für Verbraucherschutz zuständigen Landwirtschaftsministerium, “dass Nutzer nicht erkennen dürfen, in welcher Stadt sie sich gerade befinden.”"
–Das ist Sache der Architekten. Die haben in den 60er und 70er Jahren in der Hinsicht großes geleistet.

Mein Kommentar zur aktuellen Empörungswesterwelle

Ehre, wem Ehre gebührt! Kehrseite der Medaille: Mit der Schande verhält es sich genauso.

Guido I, König der Narren, ist in meinen Augen der vizekanzlergewordene ultimative Beweis für das demokratische Unvermögen der deutschen Wahlbürger. Und als Außenminister führt er uns nun der ganzen Welt als die Demokratietrottel vor, die wir tatsächlich sind.

Und weiter mit Musik: Das ham wir uns verdient *sing* ;o)

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