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Meinungsfreiheit vs. Anwaltsdrohung

Hier hat mal einer das Dilemma, dem sich immer mehr private Webautoren und Betreiber von Kommunikationsplattformen im Internet seit einiger Zeit ausgesetzt sehen, auf den Punkt gebracht.

Thomas Knüwer vom Handelsblatt Weblog:

Beim normalen Bürger aber hat ein drohendes Anwaltsschreiben den gleichen Effekt wie ein Messer an der Kehle und die Forderung “Her mit der Kohle”. Und deshalb zucken selbst Menschen, die im Recht sind, einfach zurück.

Auf diesen Effekt setzen wohl auch die Unternehmen, die derzeit Weblogs und Internet-Foren abmahnen.

Dumm nur, dass genau durch den vermehrten Einsatz solcher Einschüchterungspraktiken mit der Zeit mehr und mehr Online-Publizisten erkannt haben, dass man solchem Druck nicht nachgeben darf, weil das sonst einreißt und von der Meinungsfreiheit im Netz nicht mehr viel übrig bleibt. Sie haben verstanden, dass ihnen diese Freiheit nicht sicher ist, wenn sie nicht konsequent verteidigt wird. Daher reagieren inzwischen nicht wenige äußerst gereizt auf derartige Drohungen.

Auch der Herr Knüwer gehört offenbar zu der Sorte erfahrener Webautoren, die sich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nicht mit juristischen Drohgebärden wegnehmen lassen. Dies demonstriert er beispielsweise, indem er uns heute in seinem Blog offen seine Meinung zu den aktuellen Vorkommnissen mitteilt, über die ich hier in meinem gestrigen Eintrag berichtete:

Auf diesen Effekt setzen wohl auch die Unternehmen, die derzeit Weblogs und Internet-Foren abmahnen. So wie vor einiger Zeit eine nicht genannte Firma, die ihre Drohungen gegen das Supernature-Forum aber wieder zurückzog. Noch dreister erscheint das Vorgehen eines Designers wenig anspruchsvoller Online-Auftritte namens Euroweb gegen ein Netz-Forum und gegen das Blog von Jens Scholz. Quelle: Handelsblatt Weblog

Über einen adäquaten und weniger selbstschädigenden Umgang mit der Meinungsfreiheit im Internet, können sich die Auslöser der aktuellen Debatten bei Bedarf übrigens beim Werbeblogger Andreas Rodenheber informieren.

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