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Im Ring: Netizens contra Big Brother

Nicht nur der Dezember 2005 ist ein schwarzer Monat für Bürgerrechtler und Freidenker. Eine finstere Zeit ist angebrochen in den Informationsgesellschaften. Die politischen Weichen sind gestellt und machen den Weg frei für eine flächendeckende Überwachungsinfrastruktur in Europa.

Okay, wir haben nicht mehr 1984. Es hat ein bisschen länger gedauert. Doch infolge der Terrorhysterie, die nach dem 11. September 2001 in der sogenannten “zivilisierten Welt” ausbrach und seither kontinuierlich geschürt wird, wird die Überwachungsgesellschaft von Tag zu Tag mehr Realität und geht Hand in Hand mit dem Abbau von Freiheitsrechten.

Wir haben zwar schon viel verloren, aber noch nicht den Krieg. Denn wir haben noch gar nicht richtig angefangen, uns zu wehren. Weil wir uns zu sicher fühlten? Weil wir auf unsere Rechtsstaaten und Hüter der Demokratie vertrauten? Weil wir doch “die Guten” sind? Weil wir ja schließlich nichts zu verbergen haben? Doch man hat uns trotzdem alle unter Generalverdacht gestellt und uns damit zu potentiellen Terroristen erklärt. Darum wird es höchste Zeit, dass die vernetzte Welt sich der dunklen Seite der Macht mit vereinten Kräften entgegen stellt.
Mein guter Vorsatz für 2006? Wachsam sein und Laut geben!

3 Kommentare »

  1. Eine erschreckende Entwicklung,
    könnte man sagen, wenn man das nicht längst vorausgesehen hätte.
    Es beginnt also das Zeitalter der Informations-und Datenkriege.

    Das Netz muß frei für alle Menschen sein!

    Und wenn schon die Regierung ihre Bürger ausspioniert, dann sollten Politiker auch mit gutem Beispiel vorangehen und sich einem jährlichen Test mit Psychiater und Lügendetektor unterziehen, sowie ihre gesamte Korrespondenz öffentlich ins Netz stellen.
    DAS gehört ins Grundgesetz einer Demokratie des 3.Jahrtausends.

    Kommentar von Lu am 31.12.2005 um 11:09
  2. Ja, sie wissen eh alles von uns – und genau deswegen könnte ich manchmal ein Horn kriegen. Und zwar dann, wenn ellenlange Fragebögen eintreffen hier von Behörden, Krankenkassen und sonstigen Wegelagerern. Da werden tausenderlei Dinge gefragt, die sie ohnehin schon wissen.

    Datenschutz ist richtig und wichtig, wird aber oft zum Selbstzweck und ad absurdum geführt. Je mehr Daten- und Informationstechnik in den Behörden und öffentlichen Einrichtungen eingesetzt wird, umso schlimmer wird auch für den Privatmenschen die Bürokratie.

    Liebe Grüße,
    Gabi

    Kommentar von Gabi am 04.01.2006 um 00:14
  3. Hi Gabi, letztens bekam ich einen Brief von meiner Krankenkasse (ganz korrekt an meine neue Anschrift adressiert), mit der Bitte, Ihnen doch mal eben telefonisch meine neue Adresse mitzuteilen *g*. Hab’ ich dann auch gemacht. Hinterher fiel mir ein, dass es eigentlich witziger gewesen wäre, anzurufen und nach der Telefonnummer zu fragen. Aber naja, manchmal fehlt einem halt im passenden Moment die Schlagfertigkeit ;o).

    Kommentar von Iris am 04.01.2006 um 00:34

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