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Zeitgeschehen

Apropos Meinungsfreiheit

Nicht jeder, der nach Meinungsfreiheit schreit, vertritt auch eine Meinung. Manche hüllen nur ihre Menschenfeindlichkeit in diesen harmlos scheinenden und systemkompatiblen Mantel. So sind und bleiben Nazis, die demokratisch tönen, in meinen Augen doch nichts anderes als Wölfe in Schafspelzen. Das versucht auch Sven Scholz gerade seinen Mit-Piraten klarzumachen. Doch so klug und engagiert er auch argumentiert, ich fürchte, es ist vergebliche Liebesmüh, denn ich habe bereits seit geraumer Zeit den Verdacht, nicht wenige Piraten sind auf dem Ohr taub.

Apropos Klientelpolitik

Frank von CitrGr bloggt Klartext. Dazu fällt mir nicht mehr viel ein – außer: *LOL*

Leiharbeit ist Menschenhandel!

Von einem scheinbar sozial fortschrittlicheren Land als unserem liest man Folgendes:

Einen wegweisenden Schritt hat der Oberste Gerichtshof von Namibia im März 2009 vollzogen. Leiharbeit ist dort seitdem verboten. Das neue Gesetz stellt die Anstellung von Personen mit der Absicht, sie an Dritte zu verleihen unter Strafe. Die Richter stuften Leiharbeit als »moderne Sklaverei« ein und erklärten: »Leiharbeit ist ungesetzlich und reduziert Menschen zu persönlichem Besitz«.
- Quelle: www.leiharbeit-abschaffen.de

Die OECD formuliert es euphemistischer:

Die Industriestaaten-Organisation OECD sieht in Deutschland ein Zweiklassensystem der Beschäftigung: die erste Klasse ist unbefristet beschäftigt, die zweite sind Arbeitnehmer auf Zeit oder prekär Beschäftigte. Der Unterschied zwischen beiden sei größer als in anderen Mitgliedsländern.
- Quelle: Der Tagesspiegel

Nichtsdestotrotz spricht sich gerade aktuell die Möchtegern-Kanzlerin aller Deutschen, Angela Merkel, gegen die Abschaffung der Zeitarbeit hierzulande aus.
- via holy fruit salad!

Nicht nur, aber auch aus diesem Grund: Meine Kanzlerin war und wird DIE nie! Doch mal von ihr abgesehen: Wieso merkt eigentlich keiner der Regierenden in Deutschland, dass Menschenhandel gegen Artikel 1 unseres Grundgesetzes verstößt?

Aufreger der Woche

Gut, zwar hatte ich neulich angekündigt, dass hier mit der neuen Blogsoft jetzt wieder frischer Wind einzieht, aber so richtig viel hat sich seither noch nicht getan. Es ist aber nicht so, dass ich keine Lust hätte zum Bloggen. Es passiert nur derzeit nicht so viel, was mich derart bewegt, dass ich es hier unbedingt kommentieren will. Außerdem lähmt mich im Dezember traditionell der Jahresendzeit-Blues.

Eine Sache hat mich in dieser Woche aber schon berührt, besser gesagt aufgeregt – die Anti-Minarett-Initiative in der Schweiz – doch dazu hab ich mich inzwischen schon anderswo ausgiebig ausgekotzt ausgelassen.

Am prägnantesten formuliert hat meinen Aufreger der Woche allerdings Jens Scholz.

Und der Schockwellenreiter hat in dem Kontext einen der Gründe beim Namen genannt, warum die Piratenpartei für mich unwählbar ist: Weil sie sich nicht deutlich genug gegen rechtsextreme Positionen und ‘Denker’ abgrenzt.

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Nachtrag 03.12.2009:
Ingrid hat zu den derzeit stattfindenden öffentlichen Diskussionen über die Schweizer Anti-Minarett-Initiative auch noch was zu sagen. Zwar divergieren unsere Ansichten in weiten Teilen, aber ich finde ihren Blogeintrag, der viele Facetten des Themas anspricht, dennoch lesenswert.

Eine Frage mal an die Wallraff-Bejubler:

Wieso lässt sich eigentlich diese Republik gerade von Günter Wallraff erklären, wie sich Schwarz sein in Deutschland anfühlt, statt einfach denjenigen ihrer Bewohner zuzuhören, deren schwarze Haut echt ist?

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