Zeitgeschehen
Geschichtenerzähler
Gern gelesen habe ich diesen erfrischend ehrlichen Artikel, über das Medienspektakel um Susanne Osthoff und seine gesellschaftlichen Ursachen: Jeder ist eine Geisel, geschrieben von Harald Martenstein für den Tagesspiegel. Aufgelesen in einem Kommentar bei sagichdoch?
Tags:Entführung, Journaille, Medien, Susanne Osthoff
Iris Bleyer | 11.01.2006 | 06:25 Uhr | Journalismus, Zeitgeschehen | Kommentieren
Horror vs. Terror
Zugegeben, mir kräuseln sich in letzter Zeit immer öfter die Nackenhaare, wenn ich das aktuelle Tagesgeschehen in Deutschland verfolge. Den Medienberichten zufolge, habe ich derzeit die “Wahl” zwischen zwei potentiellen Gefahrenquellen:
Einerseits wäre da die terroristische Bedrohung, die uns seit dem 11. September 2001 von Politikern und Mainstream-Medien mit wachsender Intensität angekündigt und mit Terrormeldungen aus aller Welt blutig illustriert wird. Andererseits wäre da die Horrorliste von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der mit Folteraussagen, Feindstrafrecht und Bundeswehreinsatz im Inneren gegen das Menetekel des Terrorismus vorgehen will. Nun ratet mal, wovor’s mich im Moment mehr gruselt.
Übrigens frage ich mich gerade, ob der Herr Schäuble wohl schon mal was vom Thomas-Theorem gehört hat? Entweder hat er nicht, dann weiß er nicht, was er da möglicherweise heraufbeschwört. Oder er hat doch, dann weiß er ganz genau, was er da tut. So oder so, der Mann und seine Vorstellungen von “Recht und Ordnung” sind mir unheimlich.
Tags:Bundeswehreinsatz im Inneren, Politik, Terrorismus, Wolfgang Schäuble
Iris Bleyer | 05.01.2006 | 06:46 Uhr | Zeitgeschehen | 2 Kommentare
Das kommt davon
Es gibt immer wieder Menschen, die treffen genau zur richtigen Zeit die richtigen Worte.
Mit ihrer “Post” für Susanne Osthoff traf in meinen Augen Elke Heidenreich voll ins Schwarze. In diesem Briefchen steckt ja sooo viel drin, wenn man es nur gründlich auseinanderfaltet…
Tags:Elke Heidenreich, Entführung, Irak, Susanne Osthoff
Iris Bleyer | 31.12.2005 | 00:12 Uhr | Zeitgeschehen | 5 Kommentare
Im Ring: Netizens contra Big Brother
Nicht nur der Dezember 2005 ist ein schwarzer Monat für Bürgerrechtler und Freidenker. Eine finstere Zeit ist angebrochen in den Informationsgesellschaften. Die politischen Weichen sind gestellt und machen den Weg frei für eine flächendeckende Überwachungsinfrastruktur in Europa.
Okay, wir haben nicht mehr 1984. Es hat ein bisschen länger gedauert. Doch infolge der Terrorhysterie, die nach dem 11. September 2001 in der sogenannten “zivilisierten Welt” ausbrach und seither kontinuierlich geschürt wird, wird die Überwachungsgesellschaft von Tag zu Tag mehr Realität und geht Hand in Hand mit dem Abbau von Freiheitsrechten.
Wir haben zwar schon viel verloren, aber noch nicht den Krieg. Denn wir haben noch gar nicht richtig angefangen, uns zu wehren. Weil wir uns zu sicher fühlten? Weil wir auf unsere Rechtsstaaten und Hüter der Demokratie vertrauten? Weil wir doch “die Guten” sind? Weil wir ja schließlich nichts zu verbergen haben? Doch man hat uns trotzdem alle unter Generalverdacht gestellt und uns damit zu potentiellen Terroristen erklärt. Darum wird es höchste Zeit, dass die vernetzte Welt sich der dunklen Seite der Macht mit vereinten Kräften entgegen stellt.
Mein guter Vorsatz für 2006? Wachsam sein und Laut geben!
Tags:Freiheitsrechte, Politik, Terrorismus, Überwachung
Iris Bleyer | 29.12.2005 | 10:57 Uhr | Zeitgeschehen | 3 Kommentare
Verständnis für Susanne Osthoff
Die Haltung dieser “eigensinnigen” Frau wäre vielleicht gar nicht so schwer zu verstehen Herr Klose, Herr Gerhardt, Herr Polenz oder Herr Steinmeier, wenn Sie differenzieren könnten. Denn auch wenn es für Sie vielleicht schwer vorstellbar ist, ich bin davon überzeugt, auch im Irak leben liebenswerte Menschen und nicht nur Terroristen. Und Susanne Osthoff wird es wissen, denn immerhin lebt sie ja bereits seit einigen Jahren da.
Ich hätte da aber mal einen Rat für Sie meine Herren: Sie sollten sich davor hüten, diese Menschen und ihre Kultur nur aufgrund von Schwarzweiß-Propaganda aus der sogenannten “zivilisierten Welt” beurteilen zu wollen. Befragen Sie lieber mal ihre Herzensbildung. Vielleicht fällt es Ihnen dann leichter, etwas Verständnis für Frau Osthoff und ihre humanitären Bemühungen aufzubringen. Und wenn nicht, behalten Sie das besser für sich. Andernfalls könnte man nämlich auf die Idee kommen, dass es Ihnen an der nötigen Herzensbildung fehlt.
Finden Sie es anmaßend, dass ich Ihnen hier ungefragt einen Rat aufdränge? Nun, ich finde das zumindest nicht anmaßender als Ihre Versuche, über Susanne Osthoffs weitere Lebensplanung zu bestimmen. Oder hat sie Sie vielleicht um Ihren Rat gebeten?
Tags:Entführung, Irak, Politik, Susanne Osthoff
Iris Bleyer | 27.12.2005 | 23:56 Uhr | Zeitgeschehen | 6 Kommentare