Persönlich
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht
… und wenn er auch die Wahrheit spricht, lieber Herr Müller. Und die SPD hat ihre Wähler jetzt schon so oft belogen und betrogen, dass mittlerweile selbst der treueste und gutgläubigste unter ihnen seinen Glauben an die Sozialdemokratie verloren haben muss. Denn aufrichtige Sozialdemokraten werden vom dominanten rechten Flügel der SPD schon seit Langem systematisch mundtot gemacht und rausgemobbt. Mir reicht’s ein für alle Mal! Denen glaub ich gar nichts mehr, selbst wenn da noch mal der eine oder die andere Kandidat/in den Mumm aufbrächte, Klartext zu reden wie Oskar Lafontaine oder Sahra Wagenknecht. Ich werde morgen DIE LINKE. wählen, weil ich den beiden Letztgenannten glaube, was sie sagen. In der SPD gibt es dagegen schon lange keinen mehr, dem ich weiter traue, als ich ihn werfen könnte.
Tags:DIE LINKE, Landtagswahl 2010, Oskar Lafontaine, Politik, Sahra Wagenknecht, SPD
Iris Bleyer | 08.05.2010 | 12:23 Uhr | Persönlich, Zeitgeschehen | 2 Kommentare
Music and me
April hat heute ein musikalisches Stöckchen geschnitzt, das gleichzeitig leicht und schwer zu bearbeiten ist. Leicht, weil es nur aus 4 Fragen besteht; schwer, weil mir auf diese 4 Fragen umso mehr Antworten einfallen, je länger ich darüber nachdenke. Also höre ich jetzt auf mit dem Nachdenken und schreibe nur das hin, was mir als erstes dazu eingefallen ist:
- Gibt es Oldies, die dir immer noch gefallen?
Hier wäre für mich erst mal zu klären, was unter einem ‘Oldie’ zu verstehen ist. Wie alt oder populär muss ein Musikstück denn sein, um in diese Sparte zu fallen? Was mich betrifft: Ich mag grundsätzlich gute (echte, kraftvolle, leidenschaftliche) Musik aus allen Zeiten und vielen Genres: Musik, die vor meiner Geburt entstand; Pop- und Rocksongs, die mich seit meiner Jugend begleiten; und es kommen im Laufe der Zeit immer neue Lieblingsstücke dazu. Um nur einige hier zu nennen: Hit The Road Jack! (Ray Charles), Papa Was A Rolling Stone (The Temptations), Nutbush City Limits (Tina Turner), Relax (Frankie Goes To Hollywood), Nothing Compares To You (Sinead O’Connor), Got Till It’s Gone (Janet Jackson), Are You Gonna Go My Way (Lenny Kravitz). - Gibt es ein klassisches Musikstück, das du besonders magst?
Tanz der Zuckerfee (aus dem Ballet ‘Der Nussknacker’ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski). - Gibt es etwas Mundartliches oder etwas in einer anderen Sprache als Englisch, das du gerne hörst?
Die Sprache ist mir grundsätzlich erst mal egal, wenn ich die Musik mag. Gilt auch Türkisch + Englische Mundart? Dieses hier gefällt mir nämlich besonders gut: Isyankar (Mustafa Sandal feat. Gentleman). Auch gegen deutsche Musik hab ich grundsätzlich nix, wenn’s nicht gerade Volksmusik ist. Schwarz Zu Blau (Peter Fox) ist zum Beispiel für mich die Berlin-Hymne schlechthin. - Gibt es einen Musiktitel, der bei dir eine besondere Erinnerung hervorruft?
Viele, denn Musik hat schon immer zu meinem Leben dazugehört. Hier beschränke ich mich mal auf zwei Beispiele: Rebel Yell (Billy Idol), das war der Lieblingssong, den ich mit meiner ersten großen Liebe teilte oder Music Was My First Love (John Miles) erinnert mich an meine letzte unglückliche Liebe.
Bei diesem Stöckchen handelt es sich übrigens nicht um ein Wurfholz, sondern jeder, der mag, kann sich eins bei April abholen und seine Kerben einritzen.
Tags:Musik, Oldies, Stöckchen
Iris Bleyer | 03.01.2010 | 00:12 Uhr | Persönlich | 2 Kommentare
Mein 2009 in 10 Statements
Schönster Tag:
Tag 1 unserer Weser-Radtour nach Hannoversch-Münden. Da stimmte einfach alles: Energie, Laune, Wetter, Zweisamkeit.
Größtes Erfolgserlebnis:
Die gelungene Umgestaltung unseres Gartens.
Beste Gesellschaft:
Mein Lieblingsbegleiter, der auch mein Lieblingsgärtnergehilfe ist und mit dem ich sowohl meinen schönsten Tag als auch mein größtes Erfolgserlebnis teilte.
Größte Enttäuschung:
Die Wahl von Schwarz-Geld.
Gewonnene Erkenntnis:
Menschen aus dem Internet haben mit meinem Privatleben nichts zu tun.
Beste Unterhaltung:
Der Kinofilm ‘Sieben Leben’ gleichauf mit Peter Fox’ ‘Stadtaffe’.
Prominenter Verlust:
Michael Jackson.
Absurdistan ließ grüßen:
Barack Obama aus Oslo.
Neue Gewohnheit:
Seit einigen Monaten esse ich i.d.R. selbst gemixtes Müsli zum Frühstück (Zutaten: Haferflocken, Sultaninen, Banane, Kakao, Honig, Vollmilch).
Abgeschlossen:
Einige Mailordner aus den Archiven gelöscht und damit die darin enthaltene Kommunikation als beendet akzeptiert.
Tags:2009, Jahresrückblick
Iris Bleyer | 31.12.2009 | 11:18 Uhr | Persönlich | 3 Kommentare
Kurze Unterbrechung der Sendepause
Doch doch, ich lebe noch. Nach dem vergangenen langen harten Winter bin ich derzeit intensivst damit beschäftigt, den Frühling zu genießen. So habe ich z.B. schon Anfang März damit begonnen, unseren Garten komplett umzustrukturieren (kein Rasen mehr, stattdessen ist ein Blumenmeer im Entstehen). Und einige Radtouren durch die Nachbarorte und an der Weser entlang haben mein Lieblingsbegleiter und ich dieses Jahr auch schon hinter uns.
Klar hätte ich das alles hier ausführlich in Wort und Bild dokumentieren können, dazu fehlt mir aber offen gesagt momentan die Lust. Die Sonne lockt nach Draußen. Und da ja keine Existenzen davon abhängen, dass ich hier blogge, wart ich einfach mal ab, bis sich mein internettes Mitteilungsbedürfnis wieder meldet. Bis dann also: Schönen Frühling allerseits :o).
Iris Bleyer | 28.04.2009 | 11:40 Uhr | Bloggerei, Persönlich | 2 Kommentare
Ars vivendi
Claudia Klinger fragte ihre Leser nach deren ganz persönlicher Lebenskunst. Spontan antwortete ich in einem Kommentar, was mir nach der Lektüre ihres Blogpostings als erstes in den Sinn kam. Doch je öfter ich in den letzten Tagen über ihre Frage nachdachte, desto mehr fiel mir dazu ein. Also zähle ich an dieser Stelle noch mal stichpunktartig auf, was bisher beim Nachsinnen über das Gute in meinem Leben zusammenkam … um vielleicht schon morgen oder in ein paar Tagen festzustellen, dass auch diese Liste unvollständig ist. Es kann nur eine Momentaufnahme sein, denn meine Vorstellungen und Empfindungen, von guten und schlechten Einflüssen auf mein Leben, ändern sich in nicht vorhersehbaren Abständen. Was ich aber, denke ich, schon langfristig festhalten kann, ist meine persönliche Definition des Begriffs Lebenskunst: Lebenskunst ist die Fähigkeit, Glück zu empfinden.
Hier also meine momentanen Assoziationen zum Thema Lebenskunst (Reihenfolge willkürlich):
- Augenblicke, in denen ich den Eindruck habe, mein Lebensgefühl mit jemandem innig zu teilen.
- Momente der Zweisamkeit, in denen ich mich geborgen fühle.
- Mutterstolz, wenn mich meine pubertierenden Töchter ins Vertrauen ziehen.
- Aufatmen unter freiem Himmel, in einer schönen Landschaft.
- Die Entdeckung erster Blüten, an von mir selbst gezogenen Pflanzen.
- Erfolgserlebnisse bei der Erschaffung von Dingen mit meinen eigenen Händen.
- Der Genuss einer Lieblingsspeise.
- Zu zweit einen einzigartig schönen Sonnenuntergang beobachten.
- Einen Traum/Wunsch Wirklichkeit werden lassen.
- Bei körperlicher Anstrengung, die eigene Kraft und Leistungsfähigkeit spüren.
- Das Gefühl, einem mir lieben Menschen eine Freude gemacht zu haben.
- Das Schnurren meiner Katze, während ich sie streichle.
- Erste Frühlingsblüher entdecken.
- Einen inspirierenden, horizonterweiternden oder sonstwie berührenden Text lesen/Film sehen.
- Der Moment, in dem ich ein neues Lieblingsmusikstück zum ersten Mal höre.
- Das Gefühl, etwas Gutes (positiv Wirkendes) getan, gesagt, geschrieben zu haben.
- Augenblicke, in denen ich mich attraktiv und begehrenswert finde.
- Momente, in denen es mir gelingt, ein faszinierendes Motiv (nach meinen Möglichkeiten) fotografisch optimal einzufangen.
- Immer wieder etwas zum Lachen zu finden.
- Jemanden an meiner Seite zu wissen, bei dem ich mich ausheulen kann, wenn mir danach zumute ist.
- Zeit für mich allein zu haben.
Iris Bleyer | 17.09.2008 | 15:12 Uhr | Alltagsphilosophie, Persönlich | 3 Kommentare