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Recht im Netz

Jens hat ein Bild gemalt

Für die Aktion, die Sven mit dieser Idee angestoßen hat (und mit der er nebenbei mal wieder gezeigt hat, dass die wirklich zündenden Ideen oft die einfachsten sind). So sieht’s aus:

Ein Grundgesetz für Schäuble!

Und da kommt’s her. Mehr Bezugsquellen und Banner zur Aktion “Ein Grundgesetz für Schäuble” gibt’s bei Sven.

Grundgesetz für Schäuble

Die rechtliche Basis unserer demokratischen Ordnung sollte nicht nur jeder kennen, sondern auch allzeit griffbereit im heimischen Bücherregal haben, findet Karan. Darum wies sie kürzlich ihre Leser darauf hin, dass man das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland über die Website des Bundestages kostenlos bestellen kann.
Karans Tip und der Umstand, dass jeder Besteller bis zu drei kostenlose Printexemplare ordern kann, brachten wiederum Sven Scholz auf die Idee, mit einem Exemplar unserem Innenminister Herrn Schäuble auszuhelfen, der seines scheinbar vor geraumer Zeit verloren hat. Und die daraus entstandene Aktion find ich zum Mitmachen schön.

Was tun gegen den Abmahnwahn?

Infolge der Abmahnwelle der letzten Wochen, wird momentan in verschiedenen Blogs wieder verstärkt über die Gründung einer zentralen Anlaufstelle für juristisch bedrohte Blogger, Ratgeber zur Abwehr von nicht gerechtfertigten Abmahnungen und eine Blogger-Versicherung diskutiert.

Licht und Schatten, eine Zwischenbilanz

Zunächst mal: Solidarität ist was Tolles, Leidenschaft auch! Und das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet ist vielen Bloggern wichtig – wichtig genug, dass sie bereit sind, es gemeinsam zu verteidigen. Das in den letzten Tagen sehen und miterleben zu dürfen, fand ich Klasse!

Doch Vorsicht und ein gesundes Misstrauen wird in der Nachbetrachtung der Ereignisse der letzten Tage auch immer wichtiger. Ein Feuer kann reinigend sein, Energie und Licht spenden, es kann aber auch leicht zu einem zerstörerisch wütenden Flächenbrand werden. Wie jede Medaille hat auch diese zwei Seiten…

Nachtrag:
Felix Schwenzel hat sich auch Gedanken zu dem Thema gemacht – und zwar ganz schön viele, in Anbetracht des m.E. eher dürftigen Aufhängers. Aber naja, macht Euch selbst ein Bild. Ist ja schließlich eine freie Blogosphäre, gelle ;o)?

flyerpilot macht Druck

Och Menno, reißt das denn gar nicht mehr ab? Kaum ist der eine Fall abgehakt, drängt sich schon der nächste Abmahner vor und fordert die gesteigerte Aufmerksamkeit der Blogosphäre:

Dieses mal meint man bei flyerpilot.de, dass Hessi in seinem Blog nicht verraten dürfte, was er von deren Service hält. Und was fiel ihnen als erstes ein, um zu versuchen, das zu verhindern? Eine Aufforderung zur Löschung der Blog-Beiträge und Abgabe einer Unterlassungsverpflichtungserklärung.
Nicht besonders originell. Solche juristischen Kapriolen hatten wir doch jetzt schon so oft in letzter Zeit.

Aber scheinbar haben die flyerpiloten immer noch nicht mitbekommen, was Meinungsfreiheit im Internet ist. Wie Google funktioniert, wissen die Leute von flyerpilot offenbar ebenfalls nicht, denn sie nehmen es Hessi auch übel, dass er mit einem Erfahrungsbericht über deren Service bei Google auf Platz 2 der ersten Seite gelandet ist.

Tja liebe flyerpiloten, sowas kann einem eben passieren, wenn man seine Kunden enttäuscht. Ein Google-Bot ist da halt unparteiisch und verheimlicht das den Suchenden nicht ;o). – via wirres.net

Nachtrag: (17.40 Uhr)
Das FNP-Weblog und Robert Basic stellten inzwischen weitere Recherchen an. Offenbar zeigt man sich, seitens der Geschäftsleitung von flyerpilot, nun doch gesprächsbereit und gibt Auskunft über die genauen Beanstandungen, die zur Einleitung juristischer Schritte führten.

Nachtrag 2: (18.30 Uhr)
Auch Hessi hat sich mit einem weiteren Blog-Beitrag zum Thema gemeldet, in dem er zu den telefonischen Einlassungen eines Herrn Martin Schunk von der Firma Printgroup (offenbar übergeordnete Vertreterin von flyerpilot), die im FNP-Weblog veröffentlicht wurden, Stellung nimmt.

Nachtrag 3: (19.20 Uhr)
Hmm, ich kann in Hessis Beitrag allerdings noch nichts von der angesagten Gesprächsbereitschaft seitens flyerpilot bzw. Printgroup erkennen. Mit wem hat denn dieser Herr Schunk nun eigentlich bisher wirklich gesprochen, außer mit der Redaktion des FNP-Weblog?

Nachtrag 4: (31.03.2006, 18.15 Uhr)
Fall erledigt :o)

[...] namens und in Vollmacht unserer Mandantin teilen ich Ihnen mit, dass unsere Mandantin die Angelegenheit beim derzeitigem Sachstand nicht weiter verfolgt. [...] – Quelle: Hessis Weblog

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