Journalismus
Hausmittel gegen Medienitis
Man weiß ja, dass etlichen Weltanschauungen, die auf -ismus enden, eine gewisse Gefahr innewohnt, sich zu Epidemien auszuprägen, die dann andere Lebensweisen um sich herum bedrohen. Dieses Potential schlummert sogar in einigen, zunächst harmlos scheinenden, wie Materialismus, Monotheismus, Individualismus…
Man kann krankhafte und epidemische Entwicklungen in solchen Systemen in etwa mit ‘ner verschleppten Erkältung vergleichen: Erst fängt’s mit ‘nem harmlosen Schnupfen an, dann kommt noch ‘n Husten dazu, erhöhte Temperatur, die plötzlich auf 40 Fieber ansteigt …und schwupps, ehe man sich versieht, hat man sich ‘ne Lungenentzündung eingefangen.
Nun, gegen Erkältungskrankheiten gibt’s ja zum Glück ein paar bewährte Hausmittelchen, die, frühzeitig angewendet, oft Schlimmeres verhüten. Und gegen -ismen-Infekte gibt’s die auch, z.B. vielseitige Information, Skepsis, gesunden Menschenverstand, Bildung (nein, nicht die aus der BILD)…
Und ich hab’ vor einiger Zeit auch eins gefunden, das mich gegen hochgradig infektiösen, manchmal bösartig verlaufenden Journalismus (auch Journaille genannt) weitgehend immunisiert. Und das geht so: Immer wenn ich meinen Fernseher einschalte, ‘ne Zeitung aufschlage oder mich ins Internet einwähle, denke ich an David Copperfield und glaube nicht alles, nur weil ich es sehe ;o).
Tags:Journaille, Medien
Iris Bleyer | 03.01.2006 | 16:53 Uhr | Journalismus | 5 Kommentare