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Journalismus

Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht

Ich habe gerade das Bedürfnis, hier mal was klarzustellen: In meinen Augen sind sowohl Oskar Lafontaine als auch Sahra Wagenknecht sympathische und respektable Zeitgenossen (und es will was heißen, wenn ich sowas über Politiker schreibe). Ich schätze ihre politische Aufrichtigkeit sowie ihr nicht unterzukriegendes soziales Gerechtigkeitsempfinden und Engagement für die Schwächsten unserer Gesellschaft. Und an dem positiven Eindruck, den diese beiden bislang durch ihre mir bekannten Reden und Taten auf mich gemacht haben, werden so primitive Schmutzkampagnen, wie sie in den vergangenen Tagen über uns ausgekippt wurden, nichts ändern. Im Gegenteil, sie verleiten mich höchstens zu öffentlichen Solidaritätsbekundungen wie diese hier. Darüber hinaus ist noch eines gewiss: Ich werde sehr genau beobachten, wer dieses Dreckschleudern inszenierte und wer es willig ausführte. Denjenigen werde ich künftig mit (noch mehr) Misstrauen begegnen. Und meine Sympathie gewinnt man mit solcher Hinterfotzigkeit garantiert nicht.

Nebenbei bemerkt: Zum roten Tuch der Mainstream-Journaille, Oskar Lafontaine, hat Hagen Rether im Satiregipfel mal was gesagt, dem ich mich im Großen und Ganzen anschließen kann.

Zwanziger gegen Zwanziger

Stefan Niggemeier berichtete kürzlich zum wiederholten Male über einen mittlerweile eskalierten Rechtsstreit zwischem dem freien Journalisten Jens Weinreich und dem DFB (Deutscher Fußball Bund e.V.) und seinen Präsidenten Theo Zwanziger. Es geht dabei um nichts Geringeres als um die Verteidigung der Meinungsfreiheit gegen einen finanzstarken Gegner. Stefan Niggemeier bezieht dazu in seinem letzten Blog-Artikel zum Thema u.a. mit folgenden deutlichen Worten Stellung:

Ich finde es empörend, wie Zwanziger es ausnutzt, dass er es sich leisten kann, die Auseinandersetzung in die Länge zu ziehen und das finanzielle Risiko immer größer werden zu lassen. Ich finde es eklig, wie Zwanziger noch damit kokettiert, dass er im Falle einer Niederlage Geld für einen guten Zweck spendet (aber natürlich nicht für Weinreich, den er bis dahin in den Ruin getrieben haben könnte). Ich finde es widerlich, dass der DFB sich immer noch weigert, seine Lügen zuzugeben, richtig zu stellen und sich dafür zu entschuldigen. Ich finde es skandalös, dass der DFB-Kommunikationsdirektor Harald Stenger noch im Amt ist, obwohl ihm inzwischen Gerichte bescheinigt haben, dass er Unwahrheiten über Weinreich verbreitet hat, und dass der DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach noch im Amt ist, der Stengers Lügen stolz an eine dreistellige Zahl wichtiger Menschen verschickt hat, mit der Aufforderung, sie zu verbreiten.

Dieser Meinungsäußerung schließe ich mich vollumfänglich an! Und ich bitte alle, die dies’ lesen (insbesondere Fußball-Fans), mal einen kurzen Augenblick darüber nachzudenken, ob sie diesem skrupellosen Treiben der DFB-Bonzen, die hier m.E. das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen treten, untätig zusehen oder ob sie nicht, durch zwei Minuten Beschäftigung mit ihrem Online-Banking-Programm und einen kleinen Geldbetrag (z.B. einen Zwanziger ;o), die Waage der Justitia einen kleines bisschen zugunsten des Davids in diesem ungleichen Kampf beeinflussen wollen. Und falls ihnen Letzteres richtig scheint, finden sich die erforderlichen Daten in einem Blogposting von Jens Weinreich, mit dem er die Netzöffentlichkeit in dieser Angelegenheit um Hilfe bittet – was übrigens in meinen Augen absolut kein Grund für Schamgefühle ist. Es ist in unser aller Interesse, dass wir uns unser gutes Recht von solchen Typen wie den oben genannten DFB-Bonzen nicht abkaufen lassen. Schämen müssten sich für diesen Skandal m.E. ganz andere, denen es dazu aber offensichtlich am nötigen Schamgefühl mangelt.

Einmal zu oft ‘ES’ geguckt

Naja, da kann in angstbesetzten Stresssituationen schon mal die Phantasie mit einem durchgehen. Sowas ist in meinen Augen nur menschlich und daher verständlich.
Wieso SpOn sich allerdings schon wieder dabei erwischen ließ, irgendwelche zugetragenen Hirngespinste ungeprüft als Nachrichten zu verbreiten, versteh’ ich nicht.

Apropos “professionelle Ansprüche”

Also ich persönlich bin der Ansicht, dass bloggende Journalisten, die von Bloggern fordern, sich den “professionellen Ansprüchen” von Journalisten zu unterwerfen (sic!), gar keine echten Blogger sind, sondern bloß blogophobe Journalisten, die das Blogdings unterwandern und von innen sabotieren wollen.

Und überhaupt, was für “professionelle Ansprüche” sind das denn? Sollen Blogger etwa demnächst Schüler bestechen, damit sie sich beim Prügeln oder Steinewerfen filmen lassen? Nee Danke liebe “Profis”, auf solche Ansprüche kann die Blogosphäre imo gut verzichten ;o). – via Rebellmarkt

Transparency vs. Blogs Medienberichte

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