Heimatliebe
Einfache Freuden des Landlebens – ein schöner Radelnachmittag

Das vergangene Bilderbuchfrühlingswochenende bot sich meinem Lieblingsbegleiter und mir geradezu an, für unsere erste diesjährige Fahrradtour. Doch den Samstag hatten wir schon seit Längerem für eine Tagesfahrt zum Keukenhof verplant. Und da wir von dort erst spätabends zurückkehrten, schliefen wir Sonntag Morgen erst mal lange aus. Blieb uns zum Radeln also noch der Nachmittag.

Unsere erste Tour führte uns – wie eigentlich jedes Jahr – in den Nachbarort Schieder. Die Entfernung hin und zurück ist genau richtig, um den Po nach einem halben Jahr Enthaltsamkeit wieder langsam an den Sattel zu gewöhnen ;o). Außerdem ist die Strecke sehr angenehm zu fahren, weil der Radweg überwiegend durch Felder und Wald führt und man somit ungestört vom motorisierten Verkehr die idyllische Gegend genießen kann.

In Schieder angekommen wollten wir uns als erstes ansehen, wie sich der erneuerte Schlossplatz zwischenzeitlich gemacht hat. Viel hat sich jedoch seit unseren letzten Besuchen dort nicht getan. Lediglich ein paar kleine Teppichbeete auf den vier größeren Rasenflächen sind dazugekommen. Doch bei dem Himmel ist weiterer Schmuck auch eigentlich gar nicht nötig für ein schönes Fotomotiv. Nichtsdestotrotz stellen auch die beiden Tulpenmagnolien, die das Schloss flankieren, malerische Blickfänge dar.

Natürlich machten wir nach unserer Stippvisite am Schloss auch wieder einen Abstecher zum Schiedersee, wo wir gemütlich unseren mitgebrachten Kaffee tranken, ehe wir den Heimweg antraten – der perfekt entspannende Abschluss eines durchweg perfekten Wochenendes :o).

Tags:Fahrradtour, Schieder-Schwalenberg, Schiedersee, Schloss Schieder
Iris Bleyer | 19.04.2010 | 22:07 Uhr | Heimatliebe | Kommentieren
*Piep* ich bin noch da
Ja ja, ich weiß, ist schon wieder ganz schön lange her, seit ich hier das letzte Mal von mir hören ließ. Aber es ist doch gerade Frühling. Und der ist nun mal draußen viel schöner als drinnen vorm Bildschirm.

Außerdem hab ich ja auch noch einen Garten, und darin ist derzeit mehr zu tun als zu jeder anderen Jahreszeit.
Schreibfaulheit kann man mir dennoch nicht vorwerfen. Seit einigen Tagen argumentiere ich z.B. bei Claudia wortreich und beharrlich (um nicht zu sagen stur) gegen die stetig zunehmende Verstädterung unserer Umwelt. Das ist so typisch für mich: Wenn man mir nur die ‘richtigen’ Bälle zuwirft, bin ich nicht mehr zu bremsen ;o).
Aber jetzt mal ernsthaft: Und wenn creezy noch so viele traumhafte Frühlingsbilder aus den Erholungsgärten in Marzahn zeigt, ich weiß, wie es im Winter in Mitte aussieht. Also lasst Euch nicht täuschen: Die große Stadt ist böse! Davon abgesehen muss ich hier nicht „weit raus” fahren, um ähnlich schöne Fotos zu machen, ich brauch nur vor die Tür gehen ;-þ.
Tags:Berlin, Frühling, Großstadt, Landleben, Urbanisierung
Iris Bleyer | 12.04.2010 | 14:24 Uhr | Heimatliebe | 2 Kommentare
Altweibersommertag an den Externsteinen
Am Wochenende konnten wir uns hier in Lippe wieder mal über strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen freuen. Regelmäßige Besucher dieses Blogs wissen: Bei so einem Kaiserwetter verbringen mein Lieblingsbegleiter und ich unsere Freizeit am liebsten draußen. So nutzten wir am Samstag die derzeitige Schönwetterperiode nicht nur zum Faulenzen im Garten, sondern konnten uns nachmittags auch noch zu einem Waldspaziergang rund um die Externsteine aufraffen.

Natürlich hatte ich bei unserem Ausflug auch meine Digicam dabei und versuchte, mal wieder ein paar schöne Aufnahmen von den monumentalen Sandsteinfelsen zu machen. Die beiden hier gezeigten sind nach meinem Ermessen die tagesbesten.

Etwas abseits der Externsteine, auf einer wilden Wiese hinterm Wiembecketeich, wurden wir durch ein unüberhörbares Konzert dann noch auf Tiere aufmerksam, die ich nicht allzu oft vor die Linse bekomme – Heuschrecken (vermutlich Zwitscherschrecken). Und ich hatte obendrein das Glück, dass sich ein Exemplar auf einem der Holzpfähle, welche die Wiese begrenzen, für mich in Pose setzte:

Nachdem ich meine ‘Beute’ auf den heimischen PC geladen hatte, ließen wir den Tag beim gemütlichen Grillen mit der Familie ausklingen. Wenn’s nach mir ginge, könnte das derzeitige Spätsommerwetter ruhig noch eine ganze Weile andauern, denn es vertreibt die sich schon gelegentlich einschleichenden Gedanken an nahende kalte Jahreszeiten.
Tags:Externsteine, Heuschrecke, Lippe, Makro, Naturdenkmal, Teutoburger Wald
Iris Bleyer | 21.09.2009 | 09:22 Uhr | Heimatliebe | 1 Kommentar
Blühender Velmerstot

Bei strahlendem Sonnenschein wanderten mein Lieblingsbegleiter und ich gestern wieder einmal auf den Lippischen Velmerstot. Dort steht derzeit die Heide in voller Blüte und hüllt die Sandsteinquader auf dem Gipfel in großflächiges Rosarot.

Seit ich diese traumhaft schöne Landschaft kenne, verstehe ich, was manche Leute dazu antreibt, sich im eigenen Garten Heidebeete anzulegen. Doch ich hab bisher keinen Heidegarten gesehen, der mit dem Anblick des spätsommerlichen Velmerstots auch nur annähernd mithalten kann. Und leider können auch Fotos diese atemberaubende Schönheit nicht wirklich wiedergeben. Die offenbart sich in voller Pracht nur denen, die zur richtigen Zeit den Aufstieg nicht scheuen.
Tags:Ausflugsziele, Eggegebirge, Lippe, Velmerstot
Iris Bleyer | 27.08.2009 | 23:41 Uhr | Heimatliebe | 1 Kommentar
Hochsommertage an der Weser
Am Mittwoch letzter Woche starteten mein Lieblingsbegleiter und ich zu unserer bisher längsten Radtour dieses Jahres. Wir fuhren auf dem Weserradweg binnen drei Tagen von Höxter in Westfalen bis nach Hannoversch Münden im südlichen Niedersachsen und zurück. Den Hinweg legten wir an den bisher heißesten Tagen des Sommers zurück. Entsprechend schweißtreibend war unsere Reise. Aber schön war’s trotzdem. Und weil wir es nicht eilig hatten, ließen wir es bei der hochsommerlichen Hitze ganz gemütlich angehen.

Allzu oft hab ich dieses Mal aber nicht zum Fotografieren angehalten, denn weder mein Lieblingsbegleiter noch ich hatten große Lust, uns dafür längere Zeit ohne Fahrtwind der prallen Sonne auszusetzen. Doch an dieser gemischten Schaf- und Ziegenherde konnte ich nicht vorbeifahren, ohne den Versuch, zumindest einige Tiere mit der Kamera einzufangen. Ich find das immer wieder einfach zu drollig, diese Viecher zu beobachten. Dass währenddessen noch das Weserschiff aus Höxter vorbeifuhr, war ein glücklicher Zufall.

Von den meckernden und blökenden Herdentieren konnte ich mich allerdings nur schwer trennen und hab reichlich Fotos von ihnen gemacht – so viele, bis mein Lieblingsbegleiter ungeduldig quengelte, er hätte nun lange genug in der Sonne gebraten ;o). Zeigen will ich hier aber nur das Bild, was mir von allen am besten gefällt.
Nachdem wir die erste Nacht in unserem mitgeführten Zelt, auf einem Camping-Platz in Gieselwerder direkt an der Weser verbracht hatten, legten wir die letzten 25 km der Hinreise zurück. Zwischendurch frühstückten wir gemütlich vor einer kleinen Bäckerei in Reinhardshagen. Kurz nach Mittag des zweiten Tages trafen wir dann in unserem Zielort, der Fachwerkstadt Hannoversch Münden ein – bei 38 Grad im Schatten.

Obwohl das idyllisch gelegene Dreiflüssestädtchen, in dem sich Fulda und Werra zur Weser vereinen, wirklich malerisch schön ist, flüchteten wir nach unserer Ankunft erst mal sofort in ein Hotelzimmer. Dort stellten wir uns eine Weile unter eine kühle Dusche, ruhten uns ein paar Stunden aus und verließen unser Domizil erst wieder gegen Abend, zu einem entspannten Bummel durch die Stadt und einem leckeren Abendessen unter freiem Himmel.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf die Heimreise. Da es in der Nacht zuvor gewittert hatte, waren die Temperaturen inzwischen auf radlerfreundliche 22 Grad abgesunken. Dennoch legten wir die erste Hälfte der Strecke (bis Bad Karlshafen) dieses Mal mit dem Zug zurück, denn wir wollten nicht noch eine weitere Nacht im Zelt verbringen. Außerdem waren für den Freitag länger andauernde Regenfälle vorhergesagt. In deren Genuss kamen wir dann auch, während der letzten Etappe unserer Tour, die wir wieder radelten. Bis auf die Haut durchnässt kamen wir in Höxter an. Doch im Sinne positiven Denkens versuchte ich der Lage das Beste abzugewinnen und freute mich darauf, dass ich wenigstens unseren Garten an dem Tag nicht noch würde gießen müssen. Zu früh gefreut: In der ganzen Gegend hatte es ergiebige Regenfälle gegeben, nur bei uns in Blomberg reichte es nicht einmal, um den obersten Zentimeter Erde zu durchfeuchten…
Tags:Ausflugsziele, Fahrradtour, Fluss, Hann. Münden, Weser, Weserbergland, Weserradweg
Iris Bleyer | 25.08.2009 | 12:39 Uhr | Heimatliebe | 1 Kommentar