Heimatliebe
Altweibersommertag an den Externsteinen
Am Wochenende konnten wir uns hier in Lippe wieder mal über strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen freuen. Regelmäßige Besucher dieses Blogs wissen: Bei so einem Kaiserwetter verbringen mein Lieblingsbegleiter und ich unsere Freizeit am liebsten draußen. So nutzten wir am Samstag die derzeitige Schönwetterperiode nicht nur zum Faulenzen im Garten, sondern konnten uns nachmittags auch noch zu einem Waldspaziergang rund um die Externsteine aufraffen.

Natürlich hatte ich bei unserem Ausflug auch meine Digicam dabei und versuchte, mal wieder ein paar schöne Aufnahmen von den monumentalen Sandsteinfelsen zu machen. Die beiden hier gezeigten sind nach meinem Ermessen die tagesbesten.

Etwas abseits der Externsteine, auf einer wilden Wiese hinterm Wiembecketeich, wurden wir durch ein unüberhörbares Konzert dann noch auf Tiere aufmerksam, die ich nicht allzu oft vor die Linse bekomme – Heuschrecken (vermutlich Zwitscherschrecken). Und ich hatte obendrein das Glück, dass sich ein Exemplar auf einem der Holzpfähle, welche die Wiese begrenzen, für mich in Pose setzte:

Nachdem ich meine ‘Beute’ auf den heimischen PC geladen hatte, ließen wir den Tag beim gemütlichen Grillen mit der Familie ausklingen. Wenn’s nach mir ginge, könnte das derzeitige Spätsommerwetter ruhig noch eine ganze Weile andauern, denn es vertreibt die sich schon gelegentlich einschleichenden Gedanken an nahende kalte Jahreszeiten.
Tags:Externsteine, Heuschrecke, Lippe, Makro, Naturdenkmal, Teutoburger Wald
Iris Bleyer | 21.09.2009 | 09:22 Uhr | Heimatliebe | 1 Kommentar
Blühender Velmerstot

Bei strahlendem Sonnenschein wanderten mein Lieblingsbegleiter und ich gestern wieder einmal auf den Lippischen Velmerstot. Dort steht derzeit die Heide in voller Blüte und hüllt die Sandsteinquader auf dem Gipfel in großflächiges Rosarot.

Seit ich diese traumhaft schöne Landschaft kenne, verstehe ich, was manche Leute dazu antreibt, sich im eigenen Garten Heidebeete anzulegen. Doch ich hab bisher keinen Heidegarten gesehen, der mit dem Anblick des spätsommerlichen Velmerstots auch nur annähernd mithalten kann. Und leider können auch Fotos diese atemberaubende Schönheit nicht wirklich wiedergeben. Die offenbart sich in voller Pracht nur denen, die zur richtigen Zeit den Aufstieg nicht scheuen.
Tags:Ausflugsziele, Eggegebirge, Lippe, Velmerstot
Iris Bleyer | 27.08.2009 | 23:41 Uhr | Heimatliebe | 1 Kommentar
Hochsommertage an der Weser
Am Mittwoch letzter Woche starteten mein Lieblingsbegleiter und ich zu unserer bisher längsten Radtour dieses Jahres. Wir fuhren auf dem Weserradweg binnen drei Tagen von Höxter in Westfalen bis nach Hannoversch Münden im südlichen Niedersachsen und zurück. Den Hinweg legten wir an den bisher heißesten Tagen des Sommers zurück. Entsprechend schweißtreibend war unsere Reise. Aber schön war’s trotzdem. Und weil wir es nicht eilig hatten, ließen wir es bei der hochsommerlichen Hitze ganz gemütlich angehen.

Allzu oft hab ich dieses Mal aber nicht zum Fotografieren angehalten, denn weder mein Lieblingsbegleiter noch ich hatten große Lust, uns dafür längere Zeit ohne Fahrtwind der prallen Sonne auszusetzen. Doch an dieser gemischten Schaf- und Ziegenherde konnte ich nicht vorbeifahren, ohne den Versuch, zumindest einige Tiere mit der Kamera einzufangen. Ich find das immer wieder einfach zu drollig, diese Viecher zu beobachten. Dass währenddessen noch das Weserschiff aus Höxter vorbeifuhr, war ein glücklicher Zufall.

Von den meckernden und blökenden Herdentieren konnte ich mich allerdings nur schwer trennen und hab reichlich Fotos von ihnen gemacht – so viele, bis mein Lieblingsbegleiter ungeduldig quengelte, er hätte nun lange genug in der Sonne gebraten ;o). Zeigen will ich hier aber nur das Bild, was mir von allen am besten gefällt.
Nachdem wir die erste Nacht in unserem mitgeführten Zelt, auf einem Camping-Platz in Gieselwerder direkt an der Weser verbracht hatten, legten wir die letzten 25 km der Hinreise zurück. Zwischendurch frühstückten wir gemütlich vor einer kleinen Bäckerei in Reinhardshagen. Kurz nach Mittag des zweiten Tages trafen wir dann in unserem Zielort, der Fachwerkstadt Hannoversch Münden ein – bei 38 Grad im Schatten.

Obwohl das idyllisch gelegene Dreiflüssestädtchen, in dem sich Fulda und Werra zur Weser vereinen, wirklich malerisch schön ist, flüchteten wir nach unserer Ankunft erst mal sofort in ein Hotelzimmer. Dort stellten wir uns eine Weile unter eine kühle Dusche, ruhten uns ein paar Stunden aus und verließen unser Domizil erst wieder gegen Abend, zu einem entspannten Bummel durch die Stadt und einem leckeren Abendessen unter freiem Himmel.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf die Heimreise. Da es in der Nacht zuvor gewittert hatte, waren die Temperaturen inzwischen auf radlerfreundliche 22 Grad abgesunken. Dennoch legten wir die erste Hälfte der Strecke (bis Bad Karlshafen) dieses Mal mit dem Zug zurück, denn wir wollten nicht noch eine weitere Nacht im Zelt verbringen. Außerdem waren für den Freitag länger andauernde Regenfälle vorhergesagt. In deren Genuss kamen wir dann auch, während der letzten Etappe unserer Tour, die wir wieder radelten. Bis auf die Haut durchnässt kamen wir in Höxter an. Doch im Sinne positiven Denkens versuchte ich der Lage das Beste abzugewinnen und freute mich darauf, dass ich wenigstens unseren Garten an dem Tag nicht noch würde gießen müssen. Zu früh gefreut: In der ganzen Gegend hatte es ergiebige Regenfälle gegeben, nur bei uns in Blomberg reichte es nicht einmal, um den obersten Zentimeter Erde zu durchfeuchten…
Tags:Ausflugsziele, Fahrradtour, Fluss, Hann. Münden, Weser, Weserbergland, Weserradweg
Iris Bleyer | 25.08.2009 | 12:39 Uhr | Heimatliebe | 1 Kommentar
Das Freilichtmuseum in Detmold

Letztes Wochenende besichtigten mein Lieblingsbegleiter und ich nach langer Zeit mal wieder das größte Freilichtmuseum Deutschlands in Detmold. Auf dem mehr als 90 Hektar großen Gelände, mit über 100 wiedererichteten historischen Gebäuden, wird man in das westfälische Landleben vergangener Jahrhunderte zurückversetzt.

Wohn- und Nutzgebäude vielfältigster Art sind dort per pedes zu erkunden, wie z.B. Bauern- und Bürgerhäuser, Mühlen, Werkstätten, ein Armenhaus, Backhäuser, Viehställe, Speicher…

Auch an ein Schulhaus hat man gedacht.

Und die Plumpsklos, direkt neben den Misthaufen, wurden auch nicht vergessen ;o).

Natürlich können die voll eingerichteten Museumsgebäude nicht nur von außen sondern auch von innen besichtigt werden – viele Wohnräume allerdings verständlicherweise nur durch Plexiglasscheiben, um das Mobiliar zu schonen.

Doch manches darf man auch mal hautnah ausprobieren. Und wie man hier sehen kann, konnte mein Lieblingsbegleiter diesem Angebot nicht gänzlich widerstehen – im Gegensatz zu mir (Wer weiß, wer da schon alles drin gelegen hat… ;o).

Obwohl die Gebäude heute freilich sauber gehalten werden, verströmt das alte Fachwerk noch immer einen recht kernigen Geruch aus altbäuerlichen Zeiten. Und dieser Sinneseindruck ließ mich erahnen, dass ich mich dort nicht wirklich wohl fühlen würde, hätte man die Zeit tatsächlich zurückgedreht: Verqualmte Deelen vom offenen Feuer, geräucherte Würste an der Decke, Großfamilien auf engem Raum, der Geruch der Nutztiere, die mit ihnen unter einem Dach hausten, die Dämpfe der Schlachtungen und Einmachkessel… Nee nee, die gute alte Zeit hat so romantisch, wie mancher sich das vielleicht heute zusammenphantasieren mag, auf dem Lande nie existiert. Nach den Eindrücken, die ich dort sammeln konnte, muss es jedenfalls ein körperlich ungeheuer hartes und zum Himmel stinkendes Landleben gewesen sein damals.

Zwar haben die ehemaligen Bewohner der Häuser natürlich längst das Zeitliche gesegnet, dennoch gibt es rund um ihre einstigen Wirkungsstätten, auch außerhalb der Vorführungstermine, heute noch eine Menge Leben. Und damit meine ich nicht die ~250.000 Besucher, die das Museum lt. Wikipedia jährlich durchstreifen – die verlaufen sich wohl während des Jahres auf dem großen Gelände, sodass selbst ich, die auf Menschen in Massen leicht allergisch reagiert, sich davon nicht sehr gestört fühlt – nein, ich habe dabei eher die alten Nutztierrassen im Sinn, die auf dem Museumsgelände gehalten und gezüchtet werden…

…sowie die traditionellen Bauerngärten, mit alten Kultur- und Zierpflanzenarten, die auf überlieferte Weise bei den Höfen angelegt wurden.

Nachtrag: Ein paar Gartenfotos mehr gibt’s in meinem Lebensglück Garten.
Tags:Ausflugsziele, Detmold, Freilichtmuseum, Lippe
Iris Bleyer | 05.08.2009 | 23:18 Uhr | Heimatliebe | 6 Kommentare
Fürstentreff in Bad Pyrmont

Am gestrigen Sonntag machten mein Lieblingsbegleiter und ich einen Ausflug ins nahe gelegene Bad Pyrmont. Weil es uns hier gestern viel zu heiß für eine längere Radtour war, wollten wir im dortigen Kurpark nur eine Weile gemütlich spazieren gehen. In diesem weitläufigen Landschaftspark, mit seinen unzähligen schattenspendenden Bäumen, lässt es sich auch in der glühendsten Sommerhitze noch gut aushalten. Und im integrierten Palmengarten kann man die exotische Farben- und Blütenpracht südlicher Länder bewundern.

Was wir vor unserer Ankunft dort nicht wussten: An diesem Wochenende fand in Bad Pyrmont ein historischer Fürstentreff statt, der gestern Nachmittag in einem prachtvollen Festzug durch Pyrmonts Kurpark und Innenstadt gipfelte.

Bereits vor dem Umzug flanierten etliche bedeutende Persönlichkeiten aus vergangenen Zeiten in prächtigen historischen Kostümen durch den Kurpark und boten seinen Besuchern reizvolle Fotomotive.

Allerdings war es im gleißenden Nachmittagslicht nicht immer einfach, sie in akzeptabler fotografischer Qualität festzuhalten. Jedoch waren die lebenden Motive in ihren steifen Stoffmassen und unter üppigen Perücken bei der Hitze auch nicht gerade zu beneiden.

Nichtsdestotrotz ließen sich die Darsteller der historischen Persönlichkeiten die Anstrengung nicht anmerken, bewahrten standesgemäße Haltung und präsentierten sich dem ‚gemeinen Volk’ gegenüber strahlend und würdevoll.

Apropos ‚gemeines Volk’: Das gab es natürlich auch schon anno dazumal. Doch anders als in alten Zeiten durften einige seiner Vertreter gestern sogar mit den erlauchten Hoheiten über die Pyrmonter Hauptallee flanieren.

Auch Karneval wurde in Bad Pyrmont früher gefeiert. Und so war unter den Teilnehmern des Festzuges auch eine Gruppe Karnevalisten in besonders farbenprächtigen venezianischen Kostümen.

Die hier gezeigten asiatisch anmutenden Kostüme stachen selbst in dieser illustren Begleitung besonders ins Auge.

Tags:Ausflugsziele, Bad Pyrmont, Kostümierung, Kurpark, Niedersachsen, Veranstaltungen
Iris Bleyer | 06.07.2009 | 18:56 Uhr | Heimatliebe | 2 Kommentare