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Oktober 2008

Treffend zusammengereimt

Bei den Banken sind sie fix, für die Bildung tun sie nix!

Reimte Wolfgang Lieb, auf den NachDenkSeiten, über den Absturz vom Bildungsgipfel.

Herbstimpressionen aus Schieder 2008

Barockschloss in Schieder

Fast so oft wie in unserer Wahlheimatstadt Blomberg sind mein Lieblingsbegleiter und ich im Nachbarort Schieder unterwegs – entweder zu Fuß oder mit dem Rad.

Bäume im Schlosspark Schieder

Zwar haben unsere Ausflüge nach Schieder selten den dortigen Schlosspark zum Ziel; doch zu dieser Jahreszeit lohnt sich – der vielen goldbuntbelaubten Bäume wegen – ein Spaziergang dort besonders.

Bootssteg am Schiedersee

Viel öfter hingegen trifft man uns bei gutem Wetter, zu jeder Jahreszeit am Schiedersee an, der auch auf dem Weg durch den Schlosspark zu erreichen ist.

Landschaftsspiegelung im Schiedersee

Dass der künstlich angelegte See jedoch aus ökologischer und ökonomischer Sicht wohl nur als ein einziges Desaster bezeichnet werden kann, sieht man ihm (noch) nicht an. Und so genießen wir die schöne Scheinidylle, so lange sie dauert und harren der landschaftlichen Veränderungen, die da in naher Zukunft kommen sollen.

Leben in Blomberg

Das Rathaus der Stadt Blomberg

Obwohl oder vielleicht gerade weil meine Familie in meiner Kindheit – meist aufgrund beruflicher Veränderungen meiner Eltern – häufig ihren Wohnort wechselte, empfinde ich mich heute als einen sehr ortsgebundenen Menschen. Ich mag keine einschneidenden Veränderungen in meiner gewohnten Umgebung und ziehe deshalb nur um, wenn ich es für absolut unvermeidbar halte.

Alheyd-Brunnen auf dem Blomberger Marktplatz

Nichtsdestotrotz hatte ich in meinem Leben schon die Gelegenheit, verschiedene ländliche und urbane Lebensräume kennenzulernen und kann daher aus Erfahrung sagen, dass mir das Kleinstadtmilieu am meisten behagt: Es ist nicht so intim und vom Komfort der Zivilisation abgeschieden wie das Leben auf’m Dorf, jedoch auch nicht so anonym, reizüberflutet und naturentfremdet wie der typische Großstadtalltag.

Bronzeskulptur des heiligen St. Martin hinter der Burg

Die längste Zeit meines Lebens habe ich bisher in Blomberg verbracht, einer idyllisch gelegenen Kleinstadt im Südosten des Lipperlands. Und dieser Wohnort gefällt mir auch am besten von allen, in denen ich bis jetzt gelebt habe.

Blick auf die Klosterkirche

Diese hübsche alte Stadt ist wie für mich maßgeschneidert – nicht zu groß und nicht zu klein. Die Leute hier nehmen einander wahr, wenn sie sich auf der Straße begegnen und grüßen sich auch desöfteren; doch man fühlt sich nicht unter permanenter Beobachtung und mischt sich auch nicht ungefragt in das Leben der anderen ein. Und das wunderschöne, landschaftlich abwechslungsreiche lippische Umland liegt in leicht zu Fuß erreichbarer Nähe.

Wiese mit Pferden am Paradies

Die Blomberger Kernstadt ist geprägt durch die Burg und die Reste der alten Stadtmauer, die reich verzierten, gut erhaltenen Fachwerk-Dielenhäuser einstiger wohlhabener Kaufleute und Handwerker sowie historische Kirchenbauwerke, die von der früheren Bedeutung Blombergs als christlicher Wallfahrtsort zeugen. Nichts wirklich Spektakuläres oder Pompöses, aber im Gesamtbild gutbürgerlich adrett und gepflegt.

Der Martinsturm

In den letzten Tagen hatten mein Lieblingsbegleiter und ich wieder besonders viel Freude an Spaziergängen in und um Blomberg. Nahezu alle Straßen und Plätze werden hier derzeit malerisch verziert vom bunten Herbstlaub der Bäume und Sträucher.

Spazierweg vom Paradies zur Burg Blomberg

Und der strahlend blaue Himmel, des von Frau hierundjetzt treffend prophezeiten goldenen Herbstes, bildet den perfekten Hintergrund für dieses Farbfeuerwerk – ein Bilderbuchoktober.

Stadtmauer an herbstlichem Spazierweg

Ich hoffe, das schöne Wetter dauert noch eine Weile an, ehe die unvermeidliche kalte und graue Jahreszeit über uns hereinbricht.