Kraftvolle Heilkräuter im Garten

Frische Kräuter sind wahre Multitalente und können auch auf kleinem Raum ihre große Wirkung entfalten. Die Vielfalt an unterschiedlichen Küchen-und Heilkräutern scheint schier unermesslich, ebenso wie ihre zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten. Kräuter beinhalten Vitamine, Mineral-und Vitalstoffe und veredeln durch ihren Geschmack die heimische Küche. Was wäre eine Kartoffelsuppe ohne frisches Petersilie oder ein Gurkensalat ohne Dill? Die delikaten Kräuterpflanzen können unkompliziert angepflanzt werden und haben den Vorteil, dass sie auch auf kleinen Flächen prachtvoll gedeihen.

Um Kräuter selbst anzupflanzen, sollte der Standort wohl durchdacht sein, da die meisten Kräuterarten direkte Sonneneinstrahlung bevorzugen, einige Sorten jedoch auch ein klein wenig Schatten benötigen. Beispielsweise kann das Mini-Beet an einem sonnigen Ort in unmittelbarer Nähe zu einer größeren Pflanze platziert werden. Wichtig beim Anlegen des eigenen Kräutergärtchens ist auch, dass die ausgewählten Kräuter verzehrt oder als Heilpflanze genutzt werden können. Die unterschiedlichen Kräuterpflanzen sollten zudem zueinander passen, was bedeutet, dass die ein-,zwei-und dreijährigen Kräuter separat gepflanzt werden sollten.

Heilkraeuter

Es ist ratsam, den eigenen Kräutergarten in der Nähe des Hauses anzulegen, damit die Kräuter jederzeit zum Kochen verwendet werden können. Wer keinen Garten besitzt, der hat die Möglichkeit, die Kräuter in größeren Blumenkästen auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fensterbank anzulegen. Einem Kräuterbeet im Garten reicht eine Fläche von 2 bis 5 Quadratmetern vollkommen aus. Zudem besteht die Möglichkeit, die Kräuter in einem Hochbeet einzupflanzen, von wo aus sie bequem geerntet werden können.

Heutzutage ist die Kräuterauswahl für den privaten Kräutergarten äußerst facettenreich. Der Gartenfachhandel bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Kräutersorten an, welche sich den vor Ort herrschenden klimatischen Bedingungen hervorragend anpassen. Zu den einjährigen Kräutern zählen beispielsweise Majoran, Dill oder Kresse. Salbei, Lavendel, Petersilie, Schnittlauch oder Thymian zählen zu den zwei-und mehrjährigen Kräutern. Die Samen der einjährigen Kräuter werden im Idealfall Mitte Mai ausgesät. Die zwei-und mehrjährigen Kräuter hingegen werden entweder bereits im September oder in Form von Staudenpflanzen im Herbst oder Frühjahr eingepflanzt. Bei der Pflege des Kräutergartens sollte stets auf chemische Düngemittel verzichtet werden. Eine einmalige Kompostdüngung im Herbst oder Frühjahr ist völlig ausreichend.

Kräuterpflanzen haben es gern, wenn sie am Vormittag oder am frühen Abend gegossen werden, da die Sonnenstrahlen dann nicht allzu intensiv scheinen. Die meisten Kräuterpflanzen bedürfen nicht sehr viel Wasser, mit Ausnahme von Kümmel, Schnittlauch und Petersilie. In Zusammenhang mit dem Gießen sollte bei der Pflege des Kräutergartens darauf geachtet werden, dass die Oberfläche des Bodens immer gleichmäßig aufgelockert ist, sodass immer genügend Wasser zu den Kräuterwurzeln gelangen kann.

Ein Mini-Kräutergarten findet selbst auf kleinstem Raume Platz, was bedeutet, dass der Anbau von Kräutern selbst auf dem Balkon, dem Küchenfenster oder in einem kleinen Vorgarten möglich ist.

Als wichtiger Lieferant von Spurenelementen, Mineralstoffen und jeder Menge Vitamine wirken sich Kräuter positiv auf den menschlichen Organismus aus, sie tragen dazu bei, das körperliche Gleichgewicht zu behalten und das Immunsystem zu stärken. Die eigenen Kräuter sind vielseitig nutzbar. Als gesunde Alternative zu industriell gefertigten Supermarktprodukten können beispielsweise Salbei, Thymian und Co. nicht nur Erkältungsbeschwerden lindern, sondern auch den Geldbeutel schonen und: Was kann es Leckeres geben, als ein Tomatensalat mit frischem Basilikum oder einem Butterbrot mit frischer Kresse aus dem eigenen Kräutergärtchen!

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